„Funktionierende Vorschläge für nachhaltige Entwicklungen“
Prof. Dr. Dominik Laveuve über den Studiengang Nachhaltigkeitsmanagement
Wilhelmshaven. Wilhelmshaven steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Kohleausstieg, erneuerbare Energien und Wasserstoff verändern die wirtschaftliche Perspektive der Region. An der Jade Hochschule bereitet der Bachelor-Studiengang Nachhaltigkeitsmanagement Fachkräfte darauf vor, diesen Wandel aktiv mitzugestalten. Studiengangsbeauftragter Prof. Dr.-Ing. Dominik Laveuve erklärt, warum Nachhaltigkeit nicht nur eine ökologische und soziale, sondern auch eine technische und wirtschaftliche Aufgabe ist.
An der Jade Hochschule lehrt der Maschinenbauingenieur technische Grundlagenfächer in den Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen und Nachhaltigkeitsmanagement. Dabei sieht er eine enge Verbindung zwischen seinen technischen Fachgebieten und Fragen nachhaltiger Entwicklung. Zukünftig, so seine Einschätzung, werden Ressourceneffizienz und die Entwicklung nachhaltiger Produkte eine wesentliche Rolle spielen: von der Entwicklung über die Herstellung und Nutzung bis hin zur Wiederwendung, zum Recycling und gegebenenfalls zur Entsorgung.
Für den Studiengang Nachhaltigkeitsmanagement sieht Laveuve einen klaren Bedarf. Gerade in Wilhelmshaven zeigt sich, wie stark Energiepolitik, Wirtschaft und Nachhaltigkeit miteinander verbunden sind. Der Kohleausstieg stellt die Stadt vor Herausforderungen, zugleich entstehen Chancen durch erneuerbare Energien, neue Technologien und die Entwicklung Wilhelmshavens zu einem zentralen Standort für die Erzeugung und den Import von Wasserstoff.
„Um diese Herausforderungen und Chancen zu bewältigen, werden Fachkräfte mit fundierten Kenntnissen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Technik und Wirtschaft benötigt.“
Prof. Dr.-Ing. Dominik Laveuve
Der Studiengang Nachhaltigkeitsmanagement soll genau diese Kompetenzen vermitteln. Er ist interdisziplinär aufgebaut und befähigt Absolventinnen und Absolventen, eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu unterstützen und zu gestalten. Studierende beschäftigen sich etwa mit der Frage, wie Unternehmen Energie und Rohstoffe effizienter einsetzen, nachhaltige Produkte entwickeln, gesetzliche Rahmenbedingungen berücksichtigen und ökologische, wirtschaftliche und soziale Ziele miteinander verbinden können. „Sie entwickeln Vorschläge für nachhaltige Entwicklung, die sowohl in ökologischer und sozialer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht funktionieren und umsetzbar sind.“, so Laveuve.
Laveuve versteht Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe. Deshalb sei es eine Stärke des Studiengangs, dass Lehrende aus unterschiedlichen Fachrichtungen ihre Perspektiven einbringen – von Technik über Wirtschaft bis hin zu gesellschaftlichen Fragestellungen. „Nachhaltigkeitsmanager_innen müssen ökologische, wirtschaftliche und soziale Folgen von Entscheidungen gleichzeitig im Blick behalten, weil nur eine Entwicklung, die in allen drei dieser Dimensionen funktioniert, wirklich nachhaltig ist. Die Fähigkeit, gerade dies zu tun, wird deshalb in Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen immer wichtiger.“
Die Jade Hochschule mit ihren drei Studienorten im Nordwesten Deutschlands sieht sich in der Verantwortung für die Entwicklung der Region, in der sie stark verwurzelt ist. Hier trifft ein breites und modernes Fächerangebot auf innovative Formen der Lehre. Die Forschungstätigkeiten der Jade Hochschule zeichnen sich durch einen hohen Praxisbezug aus, die in Kooperation mit Unternehmen, Verbänden und anderen Institutionen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden.