„Ein Zeichen des Aufbruchs“
Kick-off zum neuen Forschungsprojekt Potenziale strategisch entfalten an der Jade Hochschule
Wilhelmshaven.Oldenburg.Elsfleth. Mit dem Forschungsprojekt „Potenziale strategisch entfalten“ geht die Jade Hochschule einen entscheidenden Schritt hin zur Entwicklung einer Identität als KI-Hochschule. Bei der heutigen Kick-off-Veranstaltung gaben die Hochschulleitung und die Fördermittelgeber den offiziellen Startschuss mit einem klaren Signal: Die Jade Hochschule will die Entwicklung Künstlicher Intelligenz aktiv mitgestalten, nicht von ihr getrieben werden. „Es ist ein besonderer Tag für uns, denn diese Veranstaltung setzt ein Zeichen des Aufbruchs“, sagt Präsident Prof. Dr. Manfred Weisensee.
Fast 8 Millionen für die Jade Hochschule
Gefördert mit 7,7 Millionen Euro aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung im Programm „zukunft.niedersachsen“, läuft das Projekt zunächst fünf Jahre – mit der Option auf zwei weitere Jahre. Gestartet ist es bereits am 1. September vergangenen Jahres.
„Die Jade Hochschule zeigt mit ihrer KI-Profilierung, wie Hochschulen Zukunft aktiv gestalten können. Künstliche Intelligenz wird hier nicht als kurzfristiger Trend behandelt, sondern als echtes Zukunftspotenzial für Studium und Lehre, für Forschung und Transfer.“
Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs
„Die Zukunftsstrategie wirkt durch anwendungsnahe Forschung, starke Kooperationspartner und klare Verknüpfungen mit konkreten Themen wie Gesundheit, Bauen, maritimen Anwendungen, Energie oder Logistik weit über die Hochschule hinaus. Mit dem eingeschlagenen Weg stärkt die Jade Hochschule ihre Rolle als Ausbildungsort, Forschungsakteur und Impulsgeber für Entwicklung im Nordwesten“, führt er weiter aus.
„Ich freue mich sehr, dass die Hochschule die Künstliche Intelligenz zu ihrem Thema gemacht hat, um nicht von der Entwicklung getrieben zu werden, sondern die Entwicklung mitzugestalten und KI reflektiert einsetzt mit dem Anspruch, wissenschaftliche Relevanz in Lehre, Forschung und Transfer mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden“, sagt Weisensee. Der Senat habe vor rund einem Jahr die Entwicklungsplanung der Jade Hochschule für die kommenden Jahre beschlossen und festgelegt, die Hochschule bis 2030 auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz zu positionieren.
Unterstützt durch das Programm zukunft.niedersachsen des MWK und der VolkswagenStiftung kann die Jade Hochschule
- insgesamt fünf KI-Professuren mit zusätzlichen Mitteln attraktiv ausschreiben,
- das Lehr-Lern-Zentrum mit spezifischen KI-Laboren, also Lehr- und Lernumgebungen sowie Beratungsleistung für Lehrende und Studierende ausstatten,
- ein Zentrum für Spatial AI, also KI im spezifischen Kontext raumbezogener Informationen etablieren
- und einen Projekt-Inkubator für KI in der Navigation aufbauen, der das Kompetenzzentrum GreenShipping erweitert.
Hinzu kommen weitere Mittel, die über die Hochschule.digital Niedersachsen allen Hochschulen insgesamt zur Verfügung stehen, und Projektmittel aus den unterschiedlichen Quellen, aus Bundesministerien, aus Stiftungen, die die Jade Hochschule für ihre Entwicklung zur KI-Hochschule bündelt.
„Als Jade Hochschule investieren wir jedoch ein Vielfaches dieses Betrags in die KI-Entwicklung, denn die KI-Professuren, die spezifischen Personalkosten und Beschaffungen aus dem Grundhaushalt der Hochschule investieren wir dauerhaft.“
Prof. Dr. Manfred Weisensee
Gemeinsam mit den Kooperationspartnern konnte die Jade Hochschule bereits einige Entwicklungen auf den Weg bringen. So bestünde bereits eine sehr enge Zusammenarbeit zum Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz, das DFKI, die im vergangenen Jahr mit einer Kooperationsvereinbarung besiegelt wurde.
Potenziale strategisch entfalten: Strategische Weiterentwicklung niedersächsischer Hochschulen
„Die Förderinitiative ‚Potenziale strategisch entfalten‘ richtet den Blick nicht nur auf einzelne Projekte, sondern auf die strategische Weiterentwicklung von niedersächsischen Hochschulen, Themenfeldern und Kooperationen. Damit geht es letztlich um eine zentrale Frage: Wie können Hochschulen ihre eigenen Stärken so weiterentwickeln, dass daraus nachhaltige Perspektiven für Forschung, Lehre und Transfer entstehen? Die Jade Hochschule verfolgt mit ihrem Weg zu einer KI-Hochschule in diesem Sinne eine äußerst vielversprechende Richtung“, sagt Dr. Henrike Hartmann, Mitglied der Geschäftsleitung der VolkswagenStiftung.
Nach einem Impulsvortrag von Dr. Antonio Krüger, CEO des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz zu den aktuellen Entwicklungen von KI, leitete Dr. John Goodyear, Moderator für die Podiumsdiskussion, in den inhaltlichen Teil der Veranstaltung über. Zusammen mit Prof. Dr. Hero Weber (Vizepräsident Studium, Lehre, Weiterbildung der Jade Hochschule), Prof. Dr. Sascha Koch (Teilprojektleiter Spatial AI, Jade Hochschule), Prof. Dr. Christian Denker (Teilprojektleiter AI for Navigation, Jade Hochschule) und Dr. Antonio Krüger sprach er über die Umsetzungsmöglichkeiten von KI an der Jade Hochschule und über die zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen, die mit KI gelöst werden können.
Die Jade Hochschule entwickelt eine Identität als KI-Hochschule auf der Basis der Leitlinien der Hochschule zur Nutzung generativer KI und ihrer Grundwerte:
Innovativ – KI als Impulsgeber für neue wissenschaftliche und gesellschaftliche Lösungen
Kompetent – Kompetenzorientierte KI-Anwendungen für transparente und qualitativ hochwertige Ergebnisse
Kooperativ – KI-Transformation im Dialog mit Studierenden, Mitarbeitenden, Partnerinnen und der Gesellschaft
Vielfältig – KI zur Förderung von Inklusion und Teilhabe
Zugewandt – KI als Werkzeug für Menschen für soziale und persönliche Interaktionen.
Als große Überschrift verwendet die Jade Hochschule den Slogan „Mehr Zeit und Raum für Qualität“ und bringt damit zum Ausdruck, dass Künstliche Intelligenz Menschen unterstützen soll, qualitätvolle Arbeit zu leisten und Ergebnisse zu erzielen, aber nicht den Menschen, dem immer die Entscheidung über die Ergebnisse obliegt, ersetzen soll.
Die Jade Hochschule mit ihren drei Studienorten im Nordwesten Deutschlands sieht sich in der Verantwortung für die Entwicklung der Region, in der sie stark verwurzelt ist. Hier trifft ein breites und modernes Fächerangebot auf innovative Formen der Lehre. Die Forschungstätigkeiten der Jade Hochschule zeichnen sich durch einen hohen Praxisbezug aus, die in Kooperation mit Unternehmen, Verbänden und anderen Institutionen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden.