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Jade Hochschule holt Zoll in den Hörsaal

Verantwortung von Bauleitungen und Projektverantwortlichen auf Baustellen

Oldenburg. Zukünftige Fach- und Führungskräfte frühzeitig für die Herausforderungen moderner Baustellen zu sensibilisieren – das war das Ziel einer Informationsveranstaltung am Campus Oldenburg der Jade Hochschule. Vertreter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Oldenburg diskutierten am heutigen Dienstag mit Studierenden der Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen-Bauwirtschaft und Wirtschaftsinformatik – Bau über Schwarzarbeit, Mindestlohnverstöße und die zunehmende Komplexität von Subunternehmerstrukturen auf Baustellen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Verantwortung Bauleitungen und Projektverantwortliche tragen, wenn auf Baustellen zahlreiche Unternehmen gleichzeitig tätig sind. Gerade bei größeren Bauprojekten entstünden häufig schwer überschaubare Firmengeflechte, bei denen Arbeiten mehrfach weitervergeben würden. Dadurch werde es zunehmend schwieriger nachzuvollziehen, wer für die Einhaltung von Arbeitszeiten und Mindestlöhnen verantwortlich sei.

Die Mitarbeitenden der Finanzkontrolle Schwarzarbeit gaben den Studierenden praxisnahe Einblicke in ihre Arbeit und berichteten von typischen Problemen bei Kontrollen auf Baustellen. Bei der anschließenden Diskussion ging es unter anderem darum, wie Verstöße erkannt werden können und welche Folgen Unternehmen drohen.

Initiiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Dennis Drews und Markus Stange. 

Diskussion im Anschluss an den Vortrag (Foto: Jade HS/Mara Ackermann)

„Viele Studierende werden später selbst Verantwortung auf Baustellen übernehmen. Deshalb ist es wichtig, dass sie früh verstehen, wie komplex moderne Bauprojekte organisiert sind und welche rechtlichen Verpflichtungen damit verbunden sind.“ 

Prof. Dr. Dennis Drews

 

Von der Zusammenarbeit könnte künftig auch der Zoll profitieren. Durch die Expertise aus der Bauwirtschaft und dem Bauingenieurwesen lassen sich Bauabläufe und -fortschritte fachlich besser einschätzen. Dadurch könne unter anderem realistisch bewertet werden, wie viele Arbeitskräfte für bestimmte Bauabschnitte tatsächlich erforderlich sind und ob Personalstärke und Baufortschritt plausibel zusammenpassen.

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