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Spaß vorprogrammiert

Praktikant_innen entdecken die Welt der Roboter

Roboterarm bei der Arbeit (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Roboterarm bei der Arbeit (Foto: Maria-Theresia Paetz)

Ein Erfahrungsbericht von Maria-Theresia Paetz, Schülerin des Neuen Gymnasiums Wilhelmshaven

Eine handgesteuerte Anweisung, eine Computerprogrammierung und Start: der Roboterarm fährt die gewünschte Strecke, begeistert beobachtet von seinen Programmierer_innen. Das waren wir: fünf Schüler_innen aus Gymnasien in Wilhelmshaven und Köln, die im Rahmen ihres Praktikums an der Jade Hochschule das Robotikzentrum JadeBay besuchten. Vor allem das eigene Programmieren der kollaborierenden Roboterarme stand an den zwei Workshop-Tagen auf dem Programm. Ausprobieren kam hier vor Theorie und der Spaß war im wahrsten Sinne vorprogrammiert.

Roboter versus menschliche Intelligenz

„Roboter sind vom Menschen programmierte Maschinen, die ohne menschliches Einwirken auf bestimmte Aufgaben spezialisiert arbeiten können“, erklärte Tim Sirek, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Robotikzentrum JadeBay gleich zu Beginn. Im Gegensatz zu einer KI (Künstlichen Intelligenz) lernen Roboter nicht durch Sinneseindrücke dazu, sondern arbeiten nur ihre Aufgaben ab.

„Die Roboter sind relativ unklug. Ihr seid die Intelligenz, die dahintersteht.“

Tim Sirek
wissenschaftlicher Mitarbeiter im Robotikzentrum JadeBay

Dieser Appell Sireks machte sich schon bald beim Ausprobieren bemerkbar. Ausgestattet mit Programmieranweisungen lag es dann an uns, den Roboterarm verschiedene Aufgaben durchführen zu lassen. Vom wilden Umherfahren über Slalombewegungen bis hin zum Greifen und Platzieren von Bauklötzen – wenn die Programmierung nicht stimmte, mussten wir selbst den Fehler finden und der Roboter konnte nicht viel ausrichten.

Nach einigen Übungen sollten unsere zwei Teams mit ihren Robotern im Turmbauen gegeneinander antreten. Haushoch gewannen hierbei zwar Jungs gegen Mädchen, dem Spaß hat das aber keinen Abbruch getan. Beide Tage wurden von viel Lachen und witzigen Gesprächen begleitet.

Zu Besuch im Labor - Hallo Studentenleben!

Nach der Einführung in die Welt der Roboter besichtigten wir in einer kleinen Führung die verschiedensten Labore der Hochschule und immer erwarteten uns dabei motivierte Menschen, die uns begeistert von ihren Projekten und Tätigkeiten an der Jade Hochschule erzählten. Von physikalischen Hochspannungsexperimenten ging es zu Laserarbeiten und Schweißtechniken hin zum hochschuleigenen Experimentier-Auto. „Ich habe zwar nicht alles verstanden, aber es war sehr spannend, die Labore und vielen Projekte zu sehen.“ (Marlek, Schülerpraktikant).

Der eigentliche Fachinhalt blieb also noch nicht komplett hängen, trotzdem wurde bei einigen Praktikanten das Interesse geweckt. „Studiert, was euch Freude bereitet, das ist das Wichtigste“, gab uns Helmut Schütte, Fachbereich Ingenieurwissenschaften, zum Abschluss unseres Laborbesuchs dazu mit auf den Weg.

Rekorde und weitere Erlebnisse

Als es eine Woche später wieder ins Robotikzentrum JadeBay und ans Programmieren ging, waren wir mit den nun vertrauten Handgriffen gleich wieder bei der Sache. Der größte, an diesem Tag mit dem Roboterarm zu vermerkende Erfolg, war der Rekord im Turmbauen, den ein Schülerteam mit zehn Bauklötzen aufstellen konnte. Aber auch neue Aufgaben, wie das Verpacken eines Handys und das Zusammenbauen eines Getriebes, waren nun schon möglich und wurden nach der Programmierung stolz durchgeführt. Ein Höhepunkt war es außerdem, den humanoiden Roboter „Pepper“ kennenzulernen und zu programmieren. Lachende Gesichter sahen ihm dabei zu, wie er Saxofon spielte, nervös wurde oder einen Elefanten imitierte.

Wir bedanken uns für die tolle und lustige Zeit im Robotikzentrum JadeBay!

Konzentriert bei der Arbeit: Im Team programmiert es sich einfach besser. (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Konzentriert bei der Arbeit: Im Team programmiert es sich einfach besser. (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Sogar ein Handy konnten wir am Ende der beiden Tage mit dem Roboterarm einpacken. (Foto: Maria-Theresia)
Sogar ein Handy konnten wir am Ende der beiden Tage mit dem Roboterarm einpacken. (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Ein Großteil der Arbeit mit den Roboterarmen läuft über den Computer ab. (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Ein Großteil der Arbeit mit den Roboterarmen läuft über den Computer ab. (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Gespannt wird dem Roboterarm beim Turmbauen zugeschaut. Im Hintergrund: der Roboter Pepper, den wir auch kennenlernen durften. (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Gespannt wird dem Roboterarm beim Turmbauen zugeschaut. Im Hintergrund: der Roboter Pepper, den wir auch kennenlernen durften. (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Ganz nah dran! Für das Programmieren brauchte es vor allem viel Geduld. (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Ganz nah dran! Für das Programmieren brauchte es vor allem viel Geduld. (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Rekord! Mit zehn Bausteinen wurde der bisher höchste vom Roboterarm gebaute Turm (7 Steine) überholt. (Foto: Maria-Theresia Paetz)
Neuer Rekord! Mit zehn Bausteinen wurde der bisher höchste vom Roboterarm erstellte Turm gebaut - der alte Rekord lag bei sieben Steinen. (Foto: Maria-Theresia Paetz)

Ein Beitrag von:

Maria-Theresia Paetz
Maria-Theresia Paetz

Schülerpraktikantin