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Student überzeugt mit Bachelorarbeit zu Gründachpotenzialen

Geoinformatiker Manuel Niemeyer für Vortrag prämiert

Beim Online-Workshop von der gemeinsamen Kommission und dem Arbeitskreis 3D-Stadtmodelle der Deutschen Gesellschaft für Kartographie und Geomatik e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation e.V. belegte Manuel Niemeyer im November den ersten Platz der studentischen Vortragsbeiträge. Er präsentierte zum Thema „3D-Stadtmodelle“ seine Abschlussarbeit, in der er die automatisierte Erstellung eines Gründachpotenzialkatasters untersucht hatte. Das Ergebnis ist eine interaktive Regionalkarte, die es Bürger_innen und Institutionen ermöglicht, sich über die Eignung eines Daches für die Nutzung als Gründach zu informieren. „Das Thema begeistert mich. Ich habe mich sehr über die Auszeichnung gefreut“, kommentiert der 25-Jährige seinen Erfolg. Der mit 300 Euro dotierte Preis wurde per Publikumsvoting vergeben. Niemeyers Vortrag überzeugte die Zuhörer_innen und setzte sich gegen fünf weitere Beiträge der Vortragssession, unter anderem Masterarbeiten, durch.

Potenziale von Gründächern für kleine Kommunen eröffnen

„Begrünte Dächer bieten zahlreiche Vorteile, die Vielen noch nicht bewusst sind“, sagt Niemeyer. Sie dienen als Regenwasserspeicher und zur Kühlung von Städten. Auch beim Binden von Feinstaub spielen sie eine Rolle. „Für größere Städte gibt es bereits Übersichtskarten zum Gründachpotenzial, aber für kleinere Kommunen fehlt eine Lösung“, berichtet Niemeyer. Um eine Ausweitung auf weitere Gebiete und perspektivisch eine flächendeckende Nutzung möglich zu machen, verwendete er Methoden der Analyse und der Automatisierung eines Geoinformationssystems.

Geoinformatiker Manuel Niemeyer (Foto: Jade HS/Lena Wiegand)

Zweifach prämierte Abschlussarbeit entstand in Kooperation

Seine Abschlussarbeit, die bereits im Frühjahr mit dem VDV-Preis ausgezeichnet worden war, erstellte Niemeyer in Zusammenarbeit mit dem Katasteramt Sulingen, das zum Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) gehört. Für seine Arbeit nutzte er Geodaten der Vermessungsverwaltung. Erstprüferin Prof. Dr. Ingrid Jaquemotte lobt sowohl seine sorgfältige und tiefgehende Recherche als auch die praktische Entwicklungsarbeit: „Herr Niemeyer hat die Anwendung hervorragend umgesetzt. Außerdem überprüfte er die Gebrauchstauglichkeit durch Interviews, die er mit potenziellen Anwender_innen führte“, erläutert Jaquemotte.

Der aus dem Landkreis Nienburg stammende Niemeyer studiert mittlerweile im zweiten Semester im Masterstudiengang Geoinformationswissenschaften an der Jade Hochschule. Das Thema Potenzialanalyse begleitet ihn dabei weiterhin. „Gerade beschäftige ich mich in einem Studienprojekt mit der Analyse von Potenzialen oberflächennaher Geothermie“, berichtet Niemeyer

Gründachpotenzialkarte des Untersuchungsgebiets in Sulingen (Karte: Manuel Niemeyer)

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