„Bauen ist viel mehr als Statik, Baustelle, Stahl und Beton“
Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser in den Ruhestand verabschiedet
Oldenburg. Zum Ende des Wintersemesters 2025/26 wurde Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser in den Ruhestand verabschiedet. Der Bauingenieur und Wissenschaftler prägte über viele Jahre die Lehre und Forschung am Fachbereich im Bauwesen an der Jade Hochschule.
Prüser promovierte 1991 am Institut für Strömungsmechanik und elektronisches Rechnen im Bauwesen der Universität Hannover. 2002 wurde er Professor an der FH Hannover/Nienburg. Seit 2007 hat er eine Professur für Baustatik, Massivbau, Mauerwerksbau an der damaligen Fachhochschule Ostfriesland/Oldenburg/Wilhelmshaven inne, der Vorgängerinstitution der heutigen Jade Hochschule.
Von 2015 bis 2024 leitete Prüser als Dekan den Fachbereich Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie. Zudem engagierte er sich von 2007 bis 2015 und seit 2024 als Studiendekan der Abteilung Bauwesen. Seine Forschungsaktivitäten konzentrierten sich auf die Digitalisierung im Bauwesen. Ein Thema, das er mit großem Nachdruck in Lehre und Praxis integrierte.
„Bauen ist viel mehr als Statik, Baustelle, Stahl und Beton. Neben diesen klassischen Aufgabenfeldern haben sich längst weitere fest in Praxis und Studium etabliert und es kommen weitere hinzu. Digitalisierung, Umwelt mit Klimafolgen, Mobilität, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Virtuell und Augmented Reality sind nur einige Schlagwörter, die deutlich an Bedeutung gewonnen haben. Bauen verändert unser aller Umfeld, mit dem unsere Kinder und Enkel umzugehen haben. Nehmen wir an dieser Stelle gewissenhaft unsere Verantwortung wahr.“
Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser
Prüser studierte und promovierte an der Universität Hannover. Er begleitete in seiner Berufspraxis namhafte große Planungs- und Bauprojekte wie zahlreiche Verkehrsprojekte Deutsche Einheit für Schiene, Straße und Wasser. Weiterhin begleitete er eine Planfeststellung zum Ausbau des Flughafens Hannover, die Realisierung der DB-Neubaustrecke Köln-Rhein/Mai sowie den laufenden Betrieb der Expo 2000 in Hannover mit Auf- und Rückbau, bevor er sich für die Lehre und Forschung an der Fachhochschule entschied.
Die Jade Hochschule mit ihren drei Studienorten im Nordwesten Deutschlands sieht sich in der Verantwortung für die Entwicklung der Region, in der sie stark verwurzelt ist. Hier trifft ein breites und modernes Fächerangebot auf innovative Formen der Lehre. Die Forschungstätigkeiten der Jade Hochschule zeichnen sich durch einen hohen Praxisbezug aus, die in Kooperation mit Unternehmen, Verbänden und anderen Institutionen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden.