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Digitales Museum für Olympia-Rechner

Studierende sichern Computer-Geschichte

Wilhelmshaven. Die Olympia-Werke in Roffhausen bei Wilhelmshaven waren einst ein bedeutender deutscher Hersteller von Schreib- und Rechenmaschinen. Für die rein mechanischen Rechenmaschinen der 1950er Jahre bis hin zu den PC-Clones in den späten 1980er Jahren war Olympia ein international gefragter Hersteller. Nun ist an der Jade Hochschule am Campus Wilhelmshaven ein digitales Olympia Rechner Museum (ORM) entstanden.

Eine Gruppe von elf Studierenden des Studiengangs Medienwirtschaft und Journalismus hat das Projekt gemeinsam mit Professor Götz Greiner (Gestaltung und Visuelle Kommunikation) sowie dem Auftraggeber Udo Willers realisiert. Willers ist Dozent am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und trägt in seiner Freizeit seit gut zwei Jahren Olympia Rechenmaschinen zusammen. Dabei ist eine Sammlung entstanden, die mittlerweile über 130 Geräte umfasst.

Um den Rechenmaschinen die Anerkennung zu geben, die sie verdienen und der Geschichte der Marke Olympia eine Bühne zu verschaffen, haben die Studierenden eine Webseite entwickelt, auf der die Geräte präsentiert werden. Von mechanischen und elektronischen Tischrechnern über Taschenrechner bis hin zu Computern präsentiert das digitale ORM ein ausgewähltes Stück Computergeschichte. Neben Fotos und Informationen über die Geräte können Besucher_innen der Webseite etwas über die Geschichte von Olympia erfahren sowie einige Interviews mit ehemaligen Mitarbeiter_innen von Olympia und dem Auftraggeber Udo Willers lesen.

Für die Studierenden bestand die spannendste Aufgabe darin, sich eine sinnvolle Struktur für die Präsentation der Geräte einfallen zu lassen. Sollten die Maschinen am besten nach Form, Größe oder Funktion kategorisiert werden? Ist es wichtig, ob ein Rechner mit oder ohne Buchungswagen ausgestattet ist? Und was ist eigentlich ein fluoreszierendes Display oder ein Schüttelwagen? Viele Fragen zu unverzichtbaren Geräten aus einer Zeit, die die Studierenden selbst nicht erlebt haben.

Neben der Webseite wurden professionelle Fotos der Rechenmaschinen aufgenommen, um sie angemessen abbilden zu können. Das entwickelte Corporate Design des ORM orientiert sich gestalterisch am Original der Firma Olympia und schafft es dennoch, sich davon abzugrenzen. Besonders gut kann man das im Logo des ORM erkennen. Bei der Farbwahl haben sich die Studierenden an der ursprünglichen Farbe des Logos der Marke Olympia orientiert. Wie auf vielen Fotos auf der Webseite zu erkennen ist, war das Olympia-Logo Orange, bevor man sich dazu entschied, es Rot darzustellen. Die drei Quadrate des Logos stehen für eine klassische Tastatur einer Rechenmaschine, bei der das “R” farblich hervorgehoben wird, weil das Museum hauptsächlich Rechner ausstellt. Das Markenzeichen von Olympia wird zudem im ersten Quadrat des ORM-Logos aufgegriffen und neu interpretiert. Auf der Webseite wird zusätzlich zu dem Orange und dem Grau das Rot des aktuellen Olympia-Logos verwendet, um das Zusammenspiel aus Gegenwart und Vergangenheit perfekt zu machen.

Als ehemals wichtiger Arbeitgeber in der Region und international bekannter Schreibmaschinenhersteller hat Olympia eine besondere Bedeutung für die Stadt Wilhelmshaven. Daher richtet sich das ORM an alle Menschen, egal ob Expert_in oder vollkommen neu auf dem Gebiet. Eine Ausstellung in Präsenz ist aktuell noch nicht in Planung, da es dafür noch keine zugesicherten Räumlichkeiten gibt.

Die Studierenden gemeinsam mit Udo Willers (rechts stehend) und dem Dozenten Prof. Götz Greiner (zweiter von rechts stehend)

Ansprechpartnerin in der Redaktion


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