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Doris Janßen in den Ruhestand verabschiedet

„Die Freude der Absolvent_innen miterleben zu dürfen, empfand ich als großes Geschenk“

Doris Janßen, zuständig für Stellenbewirtschaftung und Personalcontrolling an der Jade Hochschule, beging 2018 noch ihr 25. Dienstjubiläum. Nun geht sie nach fast 32 Jahren bewegter Hochschulzeit in den wohlverdienten Ruhestand. Die Jade Welt (JW) fragt nach…

JW: In welchen Bereichen waren Sie an unserer Hochschule tätig?

Janßen: In der Zeit vom 01. Juli 1993 bis zum 30. April 2010 arbeitete ich als Leiterin des Praxissemesteramtes am Studienort Oldenburg. Während dieser Zeit war ich für die fachbereichsübergreifende Organisation und Betreuung der Praxissemester beziehungsweise der Praxisphasen in allen Diplom- beziehungsweise Bachelorstudiengängen und insbesondere für die Beratung der Studentinnen und Studenten und für die Akquise von Praxisstellen zuständig. 

Nach der Defusion der ehemaligen Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven übernahm ich am 01. Mai 2010 den Aufgabenbereich Personalcontrolling/Stellenbewirtschaftung. In dieser Funktion unterstützte ich fast 15 Jahre die Hochschule mit einem umfangreichen Berichtswesen auf der Basis personenspezifischer Daten und der Organisationsstruktur. Dazu gehören Ist-Daten, Vorausschau-Daten und Prognose-Daten im Rahmen der statistischen Anforderungen, der Personalhaushaltsplanung, der Jahresabschlussbetrachtung und der Stellenbewirtschaftung für den Tarif- und Beamtenbereich.

Doris Janßen (Foto: Jade HS/Katrin Keller)
Doris Janßen (Foto: Jade HS/Katrin Keller)

JW: Was war Ihr persönliches Highlight an der Hochschule?

Janßen: Im Rückblick auf meine beratende Tätigkeit für unsere Studierenden hatte ich die Möglichkeit, vielen anderen Menschen zu helfen und sie auf einem Stück ihrer Ausbildung zu begleiten und zu ermutigen. Als ehemalige Absolventin der Fachhochschule Oldenburg im Fachbereich Architektur konnte ich mich sehr gut in die kleinen und großen Belange der Studierenden hineinversetzen. Das mir entgegengebrachte Vertrauen, die Annahme von Beratungsangeboten und die Freude unserer Studierenden über den späteren Studienabschluss erleben zu dürfen, empfand ich als großes Geschenk und Bereicherung im Berufsalltag und somit als eines meiner Highlights.

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Personalcontrollerin durfte ich eine Vielzahl verantwortungsvoller Aufgabengebiete wahrnehmen, bei denen mir auch meine kaufmännischen Abschlüsse als Industriekauffrau und als Finanzbuchhalterin sehr zugutekamen. Für die technische Umsetzung hatte ich dabei die Chance, ein Personalmanagementsystem zu nutzen, welches nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten für die Be- und Verarbeitung von Datenmassen bietet. Diese Komplexität der Datentechnik kennengelernt zu haben, betrachte ich ebenfalls als ein Highlight. 

JW: Was gefällt Ihnen besonders gut an der Jade Hochschule?

Janßen: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in verschiedenen Lebenslagen (in meinem Fall familiärer Pflege), die einzelnen Möglichkeiten auf lebenslanges Lernen durch ein vielfältiges Weiterbildungsangebot sowie die Diversität der Personalstruktur.

Die Leistungsfähigkeit und Flexibilität, unerwartete Ereignisse - wie zum Beispiel die Coronakrise - und neue Anforderungen gemeinschaftlich durch Umstellung, Anpassung und Optimierung von Lehr- und Arbeitsprozessen meistern zu können und damit Türen für alternative Wege zu öffnen. 

JW: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Janßen: Während meiner fast 32 Jahre andauernden Dienstzeit gab es eine Fusion und eine Defusion mit der heutigen Hochschule Emden/Leer und aktuell besteht noch eine Kooperation mit der Universität Oldenburg.

Ich wünsche mir, dass an der Jade Hochschule weiterhin viele Studierende ihren beruflichen Weg finden und alle Beschäftigten gemeinsam auf einer vertrauensvollen Basis die beruflichen Herausforderungen auch für die Zukunft annehmen und mitsteuern dürfen.

Vor dem Hintergrund unserer angespannten gesellschaftlichen und politischen Lage sollte dabei ein empathischer, zugewandter, respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander eigentlich selbstverständlich sein, aber im täglichen Miteinander immer mal wieder in Verbindung mit Dankbarkeit und Demut ins Bewusstsein gerufen werden. 

 

Mit einem Zitat von Fjodor M. Dostojewskij verabschiede ich mich und wünsche Ihnen/Euch für die Zukunft - dienstlich und privat - alles Gute:

„Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel,
sondern wir schaffen sie selbst,
sie liegt in unseren Herzen eingeschlossen.“

JW: Liebe Frau Janßen, wir danken Ihnen und wünschen Ihnen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt!

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