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Impfen „to go“ im Landkreis Oldenburg

ImpfMobil der IHJO verstärkt im Einsatz

Mit dem ImpfMobil stehen zwei Impfstraßen zur Verfügung, die die Impfung von bis zu 400 Personen pro Tag ermöglichen. (Foto: IHJO)
Mit dem ImpfMobil stehen zwei Impfstraßen zur Verfügung, die die Impfung von bis zu 400 Personen pro Tag ermöglichen. (Foto: IHJO)

Im Sommer hat die Innovative Hochschule Jade-Oldenburg! (IHJO) ihr Innovation(s)Mobil aufgrund der Corona Pandemie zu einem ImpfMobil umgebaut. Organisatoren von Impf-Kampagnen können das ImpfMobil kostenfrei buchen. Die Jade Welt (JW) fragt Hans-Peter Ratzke, Projektleiter der IHJO, wie das Impfmobil derzeit genutzt wird.

JW: Lieber Herr Ratzke, das Impfmobil war bereits an vielen Orten im Einsatz. Welche Einsätze sind in nächster Zeit geplant?

Ratzke: Zum Ende dieses Jahres und zu Beginn des nächsten Jahres ist das ImpfMobil der IHJO in Kooperation mit dem Impfteam des Malteser Hilfsdienstes im Landkreis Oldenburg im Einsatz. Vom 27. bis 29. Dezember steht das ImpfMobil in Wardenburg am Schulzentrum Everkamp. Danach ist es vom 3. bis 7. Januar am Freizeitzentrum in Hatten. Den Abschluss der aktuellen Impfkampagne bildet der Einsatz vom 10. bis 15. Januar auf dem Bahnhofsvorplatz in Hude. Geimpft wurde bzw. wird jeweils von 10 bis 17 Uhr. Bei allen Terminen werden die Impfstoffe von Moderna und Biontech verimpft. Voraussetzung für die Boosterimpfung ist, dass die letzte Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Bei einer Erstimpfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson ist bereits nach vier Wochen eine Boosterimpfung möglich. Interessierte können spontan vorbeikommen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht möglich bzw. erforderlich.
Über den Projektträger Jülich sind bundesweit alle innovativen Hochschule aus der aktuellen Förderperiode informiert, dass das ImpfMobil der IHJO für Einsätze gebucht werden kann. Wir sind sehr gespannt, ob das Angebot – auch unter Berücksichtigung der Impfstoffbeschaffung – angenommen wird und wir das ImpfMobil auch außerhalb unserer Region zum Einsatz bringen können. Darauf vorbereitet sind wir.

JW: Welche Vorteile bietet das ImpfMobil?

Ratzke: Das ImpfMobil ist mit zwei Impfstraßen ausgerüstet, in denen pro Tag bis zu 400 Impflinge geimpft werden können. Als mobiles Impfzentrum kann es an Standorten mit einer hohen Besucherfrequenz oder auch an zentralen, gut erreichbaren Standorten eingesetzt werden. Über einen Lift können wir zudem einen barrierefreien Zugang zum Mobil gewährleisten. Diese Infrastruktur stellen wir den für die Durchführung der Impfkampagnen zuständigen Stellen zur Verfügung, die wiederum den medizinischen Teil - Impfstoff, Impfärzte, Dokumentation -  organisieren. Die Erfahrungen in den bereits durchgeführten Einsätzen zeigen, dass diese Arbeitsteilung ein praktikables Konzept ist.

JW: Warum ist es der IHJO wichtig, die Impfkampagne weiter voranzutreiben?

Ratzke: Mit dem Einsatz des ImpfMobils wird die Impfung zu den Impflingen gebracht und die IHJO leistet damit einen niedrigschwelligen Beitrag zur Erreichung der Impfziele. Erreicht wird dies durch die hohe Mobilität, die damit einfache Erreichbarkeit und die gewährleistete Barrierefreiheit des ImpfMobils. Auch das Motto „impfen-to-go“ hat sich bewährt. So konnten zum Beispiel bei einem Einsatz auf einer überregionalen Messe mehrere 100 Impfwillige „im Vorbeigehen“ geimpft werden.

JW: Wann wird das ImpfMobil wieder als mobile Plattform des Wissenschaftstransfers unterwegs sein?

Ratzke: Die aktuellen Planungen sehen vor, dass das ImpfMobil bis mindestens März 2022 als solches genutzt werden soll. Erst nach Abklingen der Infektionszahlen, was hoffentlich im Frühjahr eintreten wird, sind wieder Veranstaltungen in Präsenz möglich, so dass wir das ImpfMobil dann wieder zum Innovation(s)Mobil umrüsten. Derzeit haben wir die ersten fixen Termine für das Innovation(s)Mobil für April/Mai 2022 in der Planung.

Projektleiter Hans-Peter Ratzke (Foto: IHJO)
Projektleiter Hans-Peter Ratzke (Foto: IHJO)

Das ImpfMobil

Das Innovation(s)Mobil der IHJO dient normalerweise als mobile Plattform des Wissenschaftstransfers. Es ist für wissenschaftliche Ausstellungen, Vorträge oder interaktiven und forschungsnahen Unterricht an Schulen oder außerschulischen Lernorten sowie im Rahmen von Großveranstaltungen gedacht. Da die Corona Pandemie seinen vorgesehenen Einsatz erschwert hat, baute die IHJO das Innovation(s)Mobil zum ImpfMobil um. Mit dem ImpfMobil stehen zwei Impfstraßen zur Verfügung, die die Impfung von bis zu 400 Personen pro Tag unter Berücksichtigung der notwendigen Hygienemaßnahmen ermöglichen. Alternativ lässt sich der Truck bei Bedarf auch als TestMobil einsetzen. Finanziert wird das ImpfMobil im Rahmen des Projekts „Innovative Hochschule Jade-Oldenburg!“ (IHJO) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Land Niedersachsen.

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