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KI und Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft

Gleichstellungsstelle der Jade Hochschule richtet Jahrestagung 2026 der „lakog niedersachsen“ zum Thema Risiken und Chancen der KI für die Geschlechtergerechtigkeit aus

Oldenburg. Der Einsatz künstlicher Intelligenz steigert unsere Effizienz, Produktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit – so zumindest das Versprechen. Zugleich birgt KI auch Risiken. Beispielsweise kann sie Diskriminierung und damit bestehende Stereotype verstärken. Die diesjährige Jahrestagung der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen in Niedersachsen (lakog niedersachsen) hat die Chancen und Risiken der Nutzung von KI für die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen in den Blick genommen. Unter dem Titel „Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft: Künstliche Intelligenz und Geschlecht“ fand sie in diesem Jahr an der Jade Hochschule statt. Am 11. Februar, dem Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft, kamen rund 70 Teilnehmende von über 20 niedersächsischen Hochschulen am Campus Oldenburg zusammen, um sich mit der Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen im Zeitalter künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen.

„Künstliche Intelligenz ist nicht neutral – die Ergebnisse spiegeln die Daten, Perspektiven und Strukturen wider, mit denen die Systeme trainiert wurden. Wenn Frauen in der Wissenschaft und insbesondere in daten- und technikgetriebenen Disziplinen zu wenig sichtbar sind, hat das direkte Auswirkungen auf die Ergebnisse von Forschung und Innovation“, betont Prof. Dr. Holger Saß, Vizepräsident der Jade Hochschule für Forschung, Third Mission und Gleichstellung, der die diesjährige Jahrestagung mit einem Grußwort eröffnete. 

Prof. Dr. Holger Saß, Vizepräsident der Jade Hochschule für Forschung, Third Mission und Gleichstellung, eröffnete die Veranstaltung am Campus Oldenburg (Foto: Jade HS/Andreas Letzel)

Hochschulen sind Orte, an denen diese Zusammenhänge kritisch hinterfragt werden müssen. Deshalb wollen wir an der Jade Hochschule Geschlechtergerechtigkeit auch im Kontext von KI konsequent mitdenken.

Prof. Dr. Holger Saß

Neben Saß wandte sich auch Prof. Dr. Tina Cornelius-Krügel, Leiterin der Abteilung Hochschulen Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, zur Eröffnung an die Teilnehmenden: Um dem Gender Gap zu begegnen, sei es wichtig, Frauen in der KI-Forschung sichtbar zu machen und zu unterstützen. Nicht zuletzt würden Wissenschaftlerinnen so zu Vorbildern für die nächste Generation. An die Grußworte schlossen sich zwei Vorträge von Forschenden der Hochschule München an: Die Keynote „Sichtbar werden, sichtbar sein: Befunde und Perspektiven zur Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen“ der Promovendin Ronja Philipp verdeutlichte die Relevanz der Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen. Prof. Dr. Stephanie Thiemichen, Professorin für Data-Engineering, hielt einen interaktiven Vortrag über „Die Rolle von KI für die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft“. Anschließend nutzten die Anwesenden die Gelegenheit für Diskussion und Austausch.

Dörte Schneider (li.), Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Jade Hochschule, organisierte die diesjährige Jahrestagung des lakog niedersachsen mit ihrem Team (Foto: Jade HS/Andreas Letzel)

„Der Einsatz künstlicher Intelligenz verfestigt an vielen Stellen Geschlechterstereotype und hat zugleich auch das Potenzial, sie aufzubrechen. Deshalb müssen Geschlechter- und Chancengerechtigkeit im digitalen Raum konsequent eingebracht und umgesetzt werden“, fasst Dörte Schneider, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Jade Hochschule, zusammen und zieht ein positives Fazit: 

Die diesjährige Jahrestagung hat wichtige Impulse für mehr Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen im digitalen Zeitalter und für eine diskriminierungssensible, verantwortungsvolle Nutzung von KI gesetzt.

Dörte Schneider

Ansprechpartnerin in der Redaktion

Über die lakog

Die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen in Niedersachsen engagiert sich seit 1992 für die Gleichberechtigung der Geschlechter in Forschung, Lehre, Studium und Hochschule als Organisation. In diesem Sinne gestaltet sie aktuelle hochschulpolitische Diskussionen und Programme mit und führt eigene Projekte durch. Die Landeskonferenz hat das Ziel, Gleichstellungspolitik als Kriterium der Qualitätssicherung in Hochschulplanung und -entwicklung zu etablieren.

Weiterführende Informationen: lakog-niedersachsen.de/


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Die Jade Hochschule mit ihren drei Studienorten im Nordwesten Deutschlands sieht sich in der Verantwortung für die Entwicklung der Region, in der sie stark verwurzelt ist. Hier trifft ein breites und modernes Fächerangebot auf innovative Formen der Lehre. Die Forschungstätigkeiten der Jade Hochschule zeichnen sich durch einen hohen Praxisbezug aus, die in Kooperation mit Unternehmen, Verbänden und anderen Institutionen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden.