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Soziale Gesundheit neu denken

Jade Hochschule präsentiert aktuelle Ergebnisse der Public-Health-Forschung auf Jahrestagung

Eine frühzeitige Beteiligung von zum Beispiel älteren Menschen in Forschungs- und Entwicklungsprozess von Technologien ist eine Voraussetzung für eine gelungene Akzeptanz und spätere Anwendung. (Foto: pexels)
Eine frühzeitige Beteiligung von zum Beispiel älteren Menschen in Forschungs- und Entwicklungsprozess von Technologien ist eine Voraussetzung für eine gelungene Akzeptanz und spätere Anwendung. (Foto: pexels)

Die Arbeitsgruppe Public Health der Abteilung Technik und Gesundheit für Menschen (TGM) der Jade Hochschule nahm vom 7. bis 9. September an der 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP e.V.) gemeinsam mit der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS e.V.) in Magdeburg teil. Die Wissenschaftler_innen befassten sich dort mit Herausforderungen für Sozialmedizin und medizinischer Soziologie in der digitalen Spätmoderne.

Das Team der Jade Hochschule unter der Leitung von Prof. Dr. Frauke Koppelin organisierte eine Pre-Conference sowie einen Workshop und präsentierte umfassende Fachvorträge aus den laufenden Forschungsvorhaben. Aktuelle Themen der Vorträge waren unter anderem die Technikgestützte Gesundheitsförderung für ältere Menschen, Katastrophenschutz für ambulant versorgte Patient_innen oder Anforderungen an die Entwicklung in der Pflegerobotik.

In Vorfeld der Tagung führte Prof. Dr. Frauke Koppelin die Pre-Conference zum Thema „Soziale und digitale Ungleichheiten in der technikgestützten Prävention und Gesundheitsförderung bei älteren Menschen“ durch – in Kooperation mit der AG Prävention und Gesundheitsförderung der DGMS und dem Präventionsverbund „AEQUIPA - Körperliche Aktivität, Gerechtigkeit und Gesundheit: Primärprävention für gesundes Altern“. Die Wissenschaftler_innen waren sich einig, dass bei der Nutzung digitaler Technologien ein hohes Potenzial besonders im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung liegt. Die Unterschiede im Zugang und in der Nutzung von Technologien seien abhängig von Alter, Geschlecht, Bildung und Migrationshintergrund. Eine frühzeitige Beteiligung von zum Beispiel älteren Menschen in Forschungs- und Entwicklungsprozess von Technologien sei eine Voraussetzung für eine gelungene Akzeptanz und spätere Anwendung.

„Es braucht einen weiteren konsequenten Ausbau diversitätssensibler, partizipativ und interdisziplinär angelegter Forschungs- und Entwicklungsprozesse.“

Prof. Dr. Frauke Koppelin

So könnten zukünftig digitale Technologien zielgruppenspezifisch entwickelt werden. Und so könne Digitalisierung im Handlungsfeld Prävention und Gesundheitsförderung auch dazu beitragen, soziale Ungleichheit zu verringern, statt zu verstärken.

Zudem moderierte die Professorin für Gesundheitswissenschaften auch den Workshop „Disaster Nursing: Katastrophenschutz für ambulant versorgte Patient_innen - interdisziplinäre Präventionsansätze und erste Ergebnisse aus Förderlinien des Bundes zur Zivilen Sicherheit (SIFO.de)“.

Als Sprecherin der AG Prävention und Gesundheitsförderung der DGMS leitete Koppelin darüber hinaus auch die Mitgliederversammlung der AG und wurde für weitere zwei Jahre als Sprecherin gewählt.

Prof. Dr. Frauke Koppelin (Foto: Jade HS)
Prof. Dr. Frauke Koppelin (Foto: Jade HS)

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