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Stolperfalle E-Scooter in den Griff bekommen

Studierende der Geoinformatik entwickeln Melde-App

Mit dem Elektroroller in Oldenburg unterwegs (v.l.): die Geoinformatik-Studenten Jannes Wykhoff und Paul Nolte mit ihren Dozenten Prof. Dr. Sebastian Rohjans und Jörn Ahlers (Foto: Lena Wiegand)
Mit dem Elektroroller in Oldenburg unterwegs (v.l.): die Geoinformatik-Studenten Jannes Wykhoff und Paul Nolte mit ihren Dozenten Prof. Dr. Sebastian Rohjans und Jörn Ahlers (Foto: Lena Wiegand)

Elektroroller sind aus deutschen Großstädten nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen uns einerseits flexible E-Mobilität, gelten aber auf der anderen Seite fiese Stolperfalle auf Gehwegen. Studierende aus der Geoinformatik und der Bauinformationstechnologie haben nun im Rahmen ihres Studiums einen Prototyp für eine Melde-App für falsch abgestellte Elektroroller entwickelt.

Von der Anforderungsanalyse zum Prototyp

Die Fünftsemester Paul Nolte und Jannes Wykhoff haben ihre App RollLoc getauft. „Mit der App können Nutzer die Abstellplätze mit Position, kurzer Beschreibung und Fotos eintragen. Alle erfassten Plätze werden an einen Server gesendet und in einer Karte dargestellt“, beschreibt der angehende Geoinformatiker Jannes Wykhoff den Funktionsumfang.

Zu Beginn werden die Anforderungen an die App analysiert. Bevor es an die Erstellung des Quellcodes geht, wird ein grafischer Entwurf erstellt. „Zunächst einen grafischen Entwurf zu gestalten, war der richtige Weg in das Projekt zu starten. So hatten wir immer ein klares Ziel vor Augen, an dem wir uns orientieren konnten“, berichtet Paul Nolte. „Durch die wöchentlichen Inputs in den Vorlesungen konnten wir unseren Entwurf Stück für Stück in einer lauffähigen App realisieren. Der ganze Prozess vom Entwurf bis zur Fertigstellung war sehr fordernd und motivierend zugleich“, so Nolte weiter.

 

Blick in den App-Prototypen: RollLoc benachrichtigt App-Nutzer_innen, wenn sich dieser einem gemeldeten Abstellplatz nähert. (Bilder: Paul Nolte)
Blick in den App-Prototypen: RollLoc benachrichtigt App-Nutzer_innen, wenn sich dieser einem gemeldeten Abstellplatz nähert. (Bilder: Paul Nolte)
Erster grafischer Entwurf der App (Grafik: Jannes Wykhoff)
Erster grafischer Entwurf der App (Grafik: Jannes Wykhoff)

Mobile Programmierung

Das Modul Mobile Programmierung wird in den Studiengängen Geoinformatik und Bauinformationstechnologie angeboten. Es soll die Teilnehmenden befähigen, eigenständig, unter Nutzung gängiger Werkzeuge und Bibliotheken eine mobile Anwendung zu entwerfen, umzusetzen und zu testen. Dabei sollen Funktionen zur Benutzerinteraktion, die Einbindung von Sensoren und die Kommunikation mit einem Server erlernt werden. 

Hoher Praxisanteil in Online-Lehre

Das Dozenten-Team hatte in seiner Lehrveranstaltung „Mobile Programmierung“ die Erstellung einer mobilen Software-Anwendung, die die Meldung von Abstellplätzen von E-Scootern erfasst, als Aufgabe vergeben. Die App wurde von den Studierenden semesterbegleitend in Kleingruppen entwickelt und in der Startphase durch regelmäßige Meetings mit den Dozenten begleitet. „In einem abermals von Online-Lehre geprägten Semester war es mir wichtig, einen noch höheren Praxisanteil zu ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Sebastian Rohjans, der die Veranstaltung zusammen mit Jörn Ahlers durchführt.

„Wir wollten eine motivierende und greifbare Aufgabe, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kommt.“

Prof. Dr. Sebastian Rohjans

Die Begeisterung für das Thema scheint sich zu übertragen. „Im vergangenen Jahr wählten einige Modulteilnehmende im Anschluss das Thema App-Entwicklung für ihre Praxisphase und die Bachelorarbeit“, weiß Rohjans zu berichten.

Ein Beitrag von:

Lena Wiegand
Lena Wiegand

Abteilung Geoinformation lena.wiegand@jade-hs.de