Will will‘s wild: Tanzen für den Erhalt des Jade Bads

Strahlender Sonnenschein, rhythmische Musik und eine tanzende Meute – Das ehemalige Jadebad am Ems-Jade-Kanal in Wilhelmshaven öffnete am vergangenen Samstag seine Tore und war Veranstaltungsort für das Elektro-Festival „Willi will‘s wild“, das vom Freundeskreis Freiblock e.V., dem Jade Kulturwerk und dem AStA der Jade Hochschule organisiert wurde. In wochenlanger Arbeit füllten Studierende das leerstehende Gebäude mit Leben und ermöglichten das Festival.

Der Freundeskreis Freiblock entschied sich Anfang des Jahres dafür, im Sommer den Versuch zu wagen, das Jadebad als Veranstaltungsort zu wahren und vor dem möglichen Abriss zu schützen. „Die Stadt schwankt zwischen Abriss und Denkmalschutz und wir möchten lieber, dass es erhalten bleibt. Der Freundeskreis Freiblock hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Leben in der Südstadt voranzutreiben“, erzählte Projektleiter Heiner Havlik. Das Gelände ist bis September dieses Jahres gemietet und soll über die Sommermonate als kultureller Veranstaltungsort dienen. Havlik und Christoph Wellmann AStA hatten die Idee, als Auftakt ein elektronisches Tagesfestival zu organisieren. Es blieb nicht lange nur bei einer Idee. Studierende der Jade Hochschule arbeiteten wochenlang an der Umsetzung der Veranstaltung. Sie räumten auf, dekorierten, reparierten und organisierten, um am 26. Mai ihre feierwilligen Gäste zu begrüßen.

Bereits im Vorverkauf wurden 200 Tickets verkauft und die Gäste strömten ab 14 Uhr auf das Jadebad-Gelände. „Wir waren Donnerstag ja schon ausverkauft. Das Wetter spielt natürlich mit, 28 Grad. Da wurden wir gesegnet. Das ist in Wilhelmshaven natürlich nicht selbstverständlich“, erzählte Havlik lachend. Auch Wellmann freute sich über die entspannte Atmosphäre und genoss das Festival selbst in vollen Zügen, nach den wochenlangen Strapazen als Hauptorganisator des AStA. Die Gäste nahmen die elektronische Musik der DJs dankend an und tanzten unter strahlend blauem Himmel. In den nötigen Tanzpausen konnten die Besucher_innen ein Eis oder einen Burger im Strandkorb genießen.