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Erlebnispädagogik im Studiengang Soziale Arbeit

Wildkräuterkunde, Spiritualität und Gehmeditation

Der Studiengang Soziale Arbeit bietet den Studierenden neben dem Betreuungswesen den Studienschwerpunkt Umwelt- und Erlebnispädagogik an. Damit verbindet die Hochschule Ressourcen aus der Region mit dem bildungspolitischen Ruf nach nachhaltigen und erlebnispädagogischen Ansätzen. 

Den Studierenden werden in der Vertiefung Umwelt- und Erlebnispädagogik verschiedene Handlungsfelder und Methoden gezeigt, die nicht nur wertvolle Einblicke in die Umweltpädagogik, sondern auch vielfältige Selbst- und Gruppenerfahrungen ermöglichen. In den so genannten Selbsterfahrungen konnten sie zwischen den Feldern „Wiesenpädagogik und Spiritualität“, „Waldpädagogik“ und „Erlebnispädagogik auf dem Segelschiff“ wählen. In der folgenden dreiteiligen Serie werden die Selbsterfahrungsexkursionen vorgestellt.

Begegnung mit der Natur

Der Fokus der ersten Exkursion lag auf der Wiesenpädagogik, einer innovativen pädagogischen Methode, die Natur- und Umweltbildung praxisnah erlebbar macht. Die Teilnehmer_innen beschäftigten sich intensiv mit der Wildkräuterkunde, genossen die Einfachheit ursprünglicher Essenszubereitung über dem offenen Feuer und tauchten in die Welt der Wildniserfahrungen ein, gekrönt von einer Übernachtung unter freiem Himmel. Diese unmittelbaren Naturerfahrungen wurden durch Wahrnehmungsübungen wie den "Silent Walk" und Gehmeditation ergänzt, die entschleunigen und die Sinne schärfen.

Kreative Ritualarbeit und persönliche Ausdrucksformen

Ein besonderes Highlight war die naturverbundene Ritualarbeit, die die Studierenden einlud, sich mit sich selbst und ihrer eigenen Spiritualität auseinander zu setzen. 

Dazu gehörte das individuelle Gestalten von Kraftobjekten aus Naturmaterialien. Ein Kraftobjekt bedeutet, einen Gegenstand zu schaffen, der den Studierenden Ruhe, Energie und Stabilität spendet, indem beim kreativen Erstellen eine persönliche Bedeutung hineingelegt wurde. Das Landart als Methode der Reflexion wurde als Gruppenaufgabe als Abschluss der dreitägigen Veranstaltung in „Imkes Glücksgarten“ am Schlafplatz erstellt.

“Die Wiesenexkursion hat mir gezeigt, wie ich selbst mit der Natur wachsen kann und wie viele verschiedene Möglichkeiten die Umwelt für die spätere Arbeit als Sozialarbeiterin bietet.” 

Clarissa, 23 J., 5. Semester  

 

Praxisnahe Bildung trifft auf persönliches Wachstum

Diese Selbsterfahrung bot den Studierenden der Sozialen Arbeit neben dem Erweitern eigener Grenzen auch ein in unserer Zeit immer wertvolleres Innehalten, Ruhe aushalten und genießen lernen. Zudem wurden Methoden und Ansätze vermittelt, die sie in ihrer zukünftigen Berufspraxis an vielen Stellen anwenden können. Die Studierenden erlernten die Identifikation der wichtigsten heimischen Wildkräuter und deren Verwendung, was sie in vielfältig gestalteten Herbarien zeigten.

Impressionen der Exkursion

(Bilder: Jade HS/Tina Krentz)
(Bilder: Jade HS/Tina Krentz)

 

 

Fazit

Insgesamt war die Exkursion ein Beispiel für praxisnahe Bildung, das nicht nur das Fachwissen der Teilnehmenden vertiefte, sondern auch ihre persönliche Entwicklung förderte. Die Jade Hochschule setzt mit ihrer innovativen Herangehensweise in der Umwelt- und Erlebnispädagogik und der Betonung nachhaltiger Bildung ein Zeichen für zukunftsorientiertes Lernen.

Soziale Arbeit studieren

Der Studiengang Soziale Arbeit an der Jade Hochschule bietet die Möglichkeit, sich umfassend auf eine Tätigkeit im Sozialwesen vorzubereiten. Dabei werden wissenschaftlich fundierte Fach- und Schlüsselkompetenzen vermittelt, die im Berufsalltag benötigt werden. Dazu zählen unter anderem die Förderung der gesellschaftlichen und sozialen Entwicklung von Menschen, das Eintreten für soziale Gerechtigkeit sowie die Achtung von Menschenrechten und gesellschaftlicher Vielfalt.

Ein Studium der Sozialen Arbeit an der Jade Hochschule befähigt dazu, anspruchsvollen gesellschaftlichen Herausforderungen kompetent und präventiv zu begegnen. (Zudem besteht die Möglichkeit, sich in einem der beiden Schwerpunkte Betreuungswesen oder Erlebnis- und Umweltpädagogik zu spezialisieren.) Dank praxisorientierter Studieninhalte wird sowohl das notwendige theoretische Grundwissen als auch praktische Methodenkompetenzen sowie eine wertebasierte professionelle Grundhaltung erarbeitet.

(Bild: Jade HS/Tina Krentz)

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