Der Physiker, der grünen Wasserstoff möglich macht

Prof. Dr. Waclaw Krzyzanowski in den Ruhestand verabschiedet

Prof. Dr. Waclaw Krzyzanowski wird zum 1. März in den Ruhestand verabschiedet. Er lehrte und forschte am Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Jade Hochschule mit den Schwerpunkten Mathematik, Physik und elektrotechnische Grundlagen für Maschinenbau. Die Redaktion der Jade Welt (JW) fragt nach…

JW: Herr Krzyzanowski, in welchen Bereichen lagen Ihre Aufgabenschwerpunkte?

Krzyzanowski: Meine vornehmste Aufgabe sehe ich darin, die Naturgesetze verständlich zu machen. Der Ingenieur kann ohne die Naturgesetze zu verstehen nicht arbeiten. Außerdem ist die Erzeugung und Verwendung des Wasserstoffes mit Hilfe von Wind- und Sonnenenergie seit langem mein Steckenpferd. Die CO2- freie Energietechnik ist jetzt in aller Munde. Ich arbeite seit einem Jahr eng mit der Industrie im Rahmen der Wasserstoffinitiative zusammen.

JW: Was war Ihr persönliches Highlight an der Hochschule?

Krzyzanowski: Am Anfang meiner Tätigkeit an der Fachhochschule in Wilhelmshaven vor 25 Jahren waren die Studienanfänger deutlich besser in Mathematik und Physik vorbereitet als jetzt. Heute bestehen nicht alle Studierenden die Prüfungen in diesen Fächern im ersten Versuch. Ein persönliches Highlight war für mich die Aussage einer Studentin, die nach zwei misslungenen Versuchen die jahrgangsbeste Klausur geschrieben hat. Nach meiner Frage, wie hat sie das geschafft, antwortete sie mit einem netten Lächeln: Ich habe das endlich verstanden.

JW: Was gefällt Ihnen besonders gut an der Jade Hochschule?

Krzyzanowski: An meiner Hochschule habe ich viele kompetente und nette Kollegen und Kolleginnen getroffen. Mit einigen verbindet mich eine tiefe Freundschaft.

JW: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Krzyzanowski: Für die Zukunft erwarte ich keine Langeweile. Ich werde mehr Zeit für meine Frau, meine Kinder und Enkelkinder haben. Darüber hinaus werde ich weiterhin innerhalb der Wasserstoffinitiative tätig. Unsere Hochschule wird im Rahmen der Kooperation mit der Industrie die Möglichkeiten der Erzeugung und Verwendung des sogenannten „grünen Wasserstoffes“ als absolut CO2- freien Energieträger erforschen. Ich bin dabei.

„Waclaw Krzyzanowski geht in den Unruhestand;
wir werden noch Innovatives von ihm hören und mit großer Wertschätzung unsere Freude daran haben.“

Vizepräsident Prof. Dr. Uwe Weithöner

Ansprechpartnerin in der Redaktion