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Ein Einblick in die Meinungsforschung

Studierende begleiten den Jugendmedientag empirisch und werten ihn für Radio Bremen aus

Wilhelmshaven.Bremen. Die Studierenden im Studiengang Medienwirtschaft und Journalismus können an der Jade Hochschule im sechsten Fachsemester das Seminar Medienforschung belegen. Am vergangenen Freitag präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse vor der Dozentin Prof. Dr. Beate Illg und der Auftraggeberin, die Sendeanstalt Radio Bremen. Seit 2018 führen die ARD-Anstalten jedes Jahr einen Jugendmedientag durch. Die Studierenden hatten den Auftrag, diesen Tag zu begleiten und empirisch auszuwerten.

„Gefragt waren insbesondere Kompetenzen, die wir uns in den vergangenen Semestern angeeignet hatten“, berichtet Allegra Düser, Studentin an der Jade Hochschule. Dabei standen qualitative und quantitative Befragungstechniken im Fokus, ergänzt um Beobachtungsmethoden, die am Jugendmedientag selbst zum Einsatz kamen. Ziel der Studierenden war es, die Meinungen der Schüler_innen und Lehrenden zum Jugendmedientag selbst einzuholen. Darüber hinaus ging es um die Frage, wie hoch die Medienkompetenz bei den Schüler_innen ist. Auch untersuchten die Studierenden das Image von Radio Bremen im Speziellen und den öffentlich-rechtlichen Sendern im Allgemeinen.

Für die Lehrenden hatten die Studierenden einen Fragebogen vorbereitet, der die Bekanntheit des Jugendmedientages und die Mediennutzung der Lehrer_innen abfragte. Außerdem befragten Sie die beiden Schulklassen, die am Jugendmedientag selbst vor Ort teilnahmen, vorab zu ihrem Mediennutzungsverhalten und zu ihren Erwartungen an den Jugendmedientag.

Am Jugendmedientag bot Radio Bremen Workshops für zwei ausgewählte Klassen in der Sendeanstalt an. Für weitere Interessierte stellten sie ein Online-Angebot bereit. Die Studierenden beobachteten die Schüler_innen bei der Teilnahme und fragten im Anschluss kurz nach ihrem Eindruck.

Im zweiten Schritt befragten die Studierenden die Schüler_innen einige Wochen nach der Veranstaltung. „Die Schülerinnen und Schüler hatten dadurch die Möglichkeit, das Geschehene zu reflektieren. Unser Ziel war es zu erfragen, ob sie in der Zwischenzeit eine andere Meinung zu dem Thema hatten als direkt nach der Veranstaltung“, erklärt Düser. Darüber hinaus interviewten sie die beiden Lehrerinnen, die ebenfalls vor Ort am Jugendmedientag teilgenommen hatten. 

Die Studierenden vor der KGS Bad Bevensen mit den Collagen der Schüler_innen, die sie während der Gruppendiskussion aus alten Zeitschriften gestalten sollten. (Foto: Jade HS/Allegra Düser)

Am vergangenen Freitag präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse den Auftraggebern. Diese zeigten sich mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Besonders der Blick der Studierenden als Außenstehende war für sie sehr wertvoll, sodass sie nun neue Maßnahmen zur Verbesserung des Jugendmedientages diskutieren können. Auch den Studierenden gefiel das praxisnahe Modul sehr.

„Es ist immer nochmal was anderes, für Auftraggeber_innen zu arbeiten, die mit unseren Ergebnissen wirklich etwas anfangen können und wo es auch darauf ankommt, gute Ergebnisse zu liefern, weil sich auf einen verlassen wird und nicht nur, um eine gute Note zu erzielen“

Allegra Düser 

Ansprechpartnerin in der Redaktion


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