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Ems-Dollart-Region: Grenzübergreifender Austausch der Bürger zu Folgen der Corona-Krise

Jade Hochschule, Universität Groningen und Universität Vechta starten Netzwerkprojekt

Die virtuellen Bürgerbegegnungen umfassen Themen wie Bildung und Ausbildung, Berufsleben, gesellschaftliches Leben, oder aber den Umgang mit Corona bei Gesundheitsdienstleistern und regionalen kleinen und mittelständischen Unternehmen. (Fotos: pexels)
Die virtuellen Bürgerbegegnungen umfassen Themen wie Bildung und Ausbildung, Berufsleben, gesellschaftliches Leben, oder aber den Umgang mit Corona bei Gesundheitsdienstleistern und regionalen kleinen und mittelständischen Unternehmen. (Fotos: pexels)

Die Jade Hochschule, Universität Groningen und Universität Vechta starten ein Netzwerkprojekt zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Alltag der Bürger_innen in der deutsch-niederländischen Grenzregion. Geplant ist die Durchführung virtueller Bürgerbegegnungen zum Austausch über die Auswirkungen und den Umgang mit der Krise. Ziel ist es dabei, Handlungsempfehlungen für eine verbesserte Krisenbewältigung zu identifizieren und an Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu kommunizieren.

Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben grundlegend verändert, mit weitreichenden Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben, das Berufsleben und die Wirtschaft. Dabei stehen insbesondere die Bürger_innen und Akteure in den Grenzregionen vor großen Herausforderungen. Reisebeschränkungen, Quarantänebestimmungen und zum Teil sehr unterschiedliche Vorschriften zur Pandemiebekämpfung erschweren den grenzübergreifenden Austausch und die regionale Zusammenarbeit in besonderem Maße. Andererseits ergibt sich hier auch die Chance, von erfolgreichen Initiativen und Maßnahmen „jenseits der Grenze“ zu lernen und so die Krise besser zu meistern.

Im Rahmen eines kürzlich gestarteten Netzwerkprojekts organisieren die Jade Hochschule und die Universitäten Groningen und Vechta virtuelle Diskussionsrunden von Bürger_innen aus der Ems-DollartRegion mit dem Ziel, einen grenzübergreifenden Erfahrungsaustausch anzustoßen und daraus Impulse und Handlungsempfehlungen für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Akteure der Grenzregion abzuleiten. Die virtuellen Bürgerbegegnungen widmen sich dabei unterschiedlichen Schwerpunkten und umfassen Themen wie Bildung und Ausbildung, Berufsleben, gesellschaftliches Leben, oder aber den Umgang mit Corona bei Gesundheitsdienstleistern und regionalen kleinen und mittelständischen Unternehmen.

„Mit unserem Netzwerkprojekt wollen wir gemeinsam mit den Bürgern dazu beitragen, den weiteren Verlauf der Krise in der Grenzregion besser zu meistern und auf zukünftige Pandemien besser vorbereitet zu sein“,

so Projektleiter Prof. Dr. Michael Klafft von der Jade Hochschule.

Und Dr. Saskia Visser, Expertin für Bürgerbeteiligung von der Universität Groningen ergänzt: „Interessant für uns ist dabei auch zu sehen, ob es neben den unterschiedlichen administrativen Rahmenbedingungen eventuell auch kulturelle Unterschiede bei der Krisenbewältigung gibt“. Die Diskussionsergebnisse der virtuellen Bürgerbegegnungen werden zusammengefasst und zum Projektabschluss im Rahmen eines Science Cafés mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft diskutiert. „Ideal wäre dabei natürlich ein Austausch im Rahmen einer Präsenzveranstaltung, aber wir sind auf alles vorbereitet und können die Veranstaltung auch in virtueller Form durchführen, wenn die Lage es erfordert“, so Dr. Daniel Ludwig, Leiter des Science Shops an der Universität Vechta. „Gesellschaftliche Herausforderungen wie die Corona-Pandemie hören nicht an Grenzen auf. Gleichzeitig werden diese aber zum Teil unterschiedlich von den Ländern gemanagt. Daher tragen die Bürgerdialoge wesentlich zum zukünftigen grenzüberschreitenden Zusammenleben und Arbeiten bei“, sagte die Leiterin der Wissenschaftlichen Koordinierungsstelle Transformationsforschung agrar Dr. Barbara Grabkowsky.

Das Projekt Virtuelle Bürgerbegegnungen zur Corona-Pandemie wird im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und von den Provinzen Drenthe, Fryslân und Groningen sowie vom Land Niedersachsen kofinanziert.

Bürgerbegegnungen

Interessierte aus der Ems-Dollart Region sind herzlich eingeladen, sich an den virtuellen Bürgerbegegnungen zu beteiligen.

Anmeldungen sind unter dem folgenden Link möglich: www.tinyurl.com/vbjrbha4
Die Teilnehmerzahlen sind begrenzt.

Themen:

• Bildung und Ausbildung (20.April)
• Gesellschaftliches Leben (4.Mai)
• Gesundheitsrisiken und Gesundheitsversorgung (11.Mai)
• Arbeits- und Berufsleben (25.Mai)
• Lokale Wirtschaft (9.Juni)

Ansprechpartner_innen:

Für Interessenten aus Deutschland:
Prof. Dr. Michael Klafft
Jade Hochschule, Friedrich-Paffrath-Str. 101, 26384 Wilhelmshaven
michael.klafft@jade-hs.de

Für Interessenten aus den Niederlanden:
Dr. Saskia Visser
Rijksuniversiteit Groningen, Fakulteit der Letteren, Oude Kijk in 't Jatstraat 26, 9712 EK Groningen
s.j.visser@rug.nl

Für Interessenten am Workshop zur „Lokalen Wirtschaft“:
Dr. Daniel Ludwig
Science Shop Cloppenburg, Universität Vechta, Bahnhofstraße 57, 49661 Cloppenburg
daniel.ludwig@uni-vechta.de

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