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„Ich bin überrascht, wie unglaublich breit und vielfältig das Spektrum an Aufgaben an der Hochschule sein kann.“

Claas Wittig, Azubi im dritten Ausbildungsjahr

Claas Wittig absolviert aktuell seine Ausbildung zum Fachinformatiker mit der Fachrichtung Anwendungsentwicklung im Fachbereich Management, Information, Technologie (MIT). Beim diesjährigen Hafenentdeckerfest hat er sein gemeinschaftliches App-Projekt vorgestellt.  

In der 6. Klasse hat Claas Wittig zu Weihnachten seinen ersten Arduino, ein Mikrocontroller-Board, geschenkt bekommen. Für ihn war das der Startschuss, von da an war sein Interesse für das Programmieren geweckt. Deshalb begann er nach dem Abitur 2019 eine Ausbildung im Bereich der Anwendungsentwicklung an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. Seit 2020 arbeitet er als Entwickler am studentischem Projekt Havenspuren mit.

Bei einem Beratungsgespräch in der Arbeitsagentur hat der gebürtige Wilhelmshavener von seinem heutigen Ausbildungsberuf erfahren. Für ihn stand schnell fest, dass dies das Richtige für ihn ist und ein Studium erst einmal warten kann. „Ich wollte in die Praxis, Schule war nicht so meins“, sagt der heute 20-Jährige rückblickend. Er hat sich online auf Stellensuche gemacht. Den Ausbildungsplatz der Hochschule hat er allerdings in der Zeitung entdeckt.

Einen ersten Eindruck von der Hochschule und seinem Ausbilder Rico Meiner ​​​​​​​hat sich Wittig bereits vorab gemacht. Bei der Sommerhochschule hat er den Workshop Virtual Reality besucht. Neben dem Testen von VR-Brillen, dem Scannen von 3D-Objekten und dem Bauen von Hologrammen, hatte er die Gelegenheit mit dem vorherigen Auszubildenden zu sprechen, um eine Vorstellung von den Aufgaben an der Hochschule zubekommen. Nach einem Einstellungstest und Bewerbungsgespräch konnte er sich kurze Zeit später über einen Anruf mit der Zusage freuen.

Zu seinen Tätigkeiten gehört zum Beispiel der Aufbau von Webseiten und das Schreiben von Werkzeugen, welche die Aufgaben in der Lehre vereinfachen. Aktuell arbeitet er an dem Projekt Strategienavigator, welcher es den Studierenden ermöglicht Analysen im Rahmen der Vorlesung durchzuführen.

„Ich arbeite inzwischen relativ selbstständig, mir werden Aufgaben zugeteilt und ich präsentiere am Ende die Ergebnisse“,

berichtet Wittig. Er hat zudem ein hochschuleigenes Unternehmensplanspiel verbessert sowie einen Datenbankserver aufgesetzt und aufgebaut. Nach fast drei Jahren Ausbildung sagt er, „Ich bin überrascht, wie breit und vielfältig das Spektrum an Aufgaben an der Hochschule sein kann. Man kann seinen Interessen freien Lauf lassen.“

Seit Anfang 2020 arbeitet Claas Wittig als Entwickler an dem studentischen App-Projekt Havenspuren mit. Die Idee ist dabei, eine digitale, interaktive Möglichkeit zu schaffen, um Wilhelmshaven und seine Geschichte zu erkunden. Ein Hörspiel begleitet den digitalen Stadtrundgang. In der App wird man in das Jahr 1864 mitgenommen, eine Zeit, zu der Wilhelmshaven noch eine unbenannte Baustelle am Meer war. Beim Havenentdeckerfest 2021 wurde die App der Öffentlichkeit vorgestellt. Wittig berichtet stolz, „Wir haben viel positives Feedback erhalten und ein paar Verbesserungsvorschläge. Es sind aber keine großen Probleme aufgetreten.“ Das Projekt steht gerade erst am Anfang und soll noch um weitere Funktionen ausgebaut werden.

Claas Wittig wird im kommenden Frühjahr seine Abschlussprüfungen schreiben. Für ihn steht fest, dass er im Anschluss an die Ausbildung doch noch studieren möchte.

„Ich will mehr Wissen und meine Karrierechancen erhöhen“,

sagt der angehende Fachinformatiker.

Claas Wittig (Foto: privat)
Claas Wittig (Foto: privat)

Ein Beitrag von:

Vanessa Goede
Vanessa Goede

Management, Information, Technologie, vanessa.goede@jade-hs.de