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Logistik-Controlling in Luxemburg, Unterstützung von Flüchtlingen im Kosovo oder Logistik für Medizinprodukte in Oldenburg

Studierende des Fachbereichs Seefahrt und Logistik berichten von ihren Erfahrungen aus dem Praxissemester

Beim virtuellen Praktikantentag am 5. November tauschten sich die Studierenden untereinander und mit dem Praktikumsbeauftragter Prof. Dr. Klaus Harald Holocher (oben, 2.v.li.) aus. (Screenshot der Veranstaltung)
Beim virtuellen Praktikantentag am 5. November tauschten sich die Studierenden untereinander und mit dem Praktikumsbeauftragter Prof. Dr. Klaus Harald Holocher (oben, 2.v.li.) aus. (Screenshot der Veranstaltung)

Studierende des Internationalen Logistikmanagements (ILM) und der Seeverkehrs- und Hafenwirtschaft (SHW) am Fachbereich Seefahrt und Logistik der Jade Hochschule absolvieren im fünften Fachsemester ein mindestens viermonatiges Praxissemester. Mehr als die Hälfte der Studierenden geht hierfür ins Ausland. Ein Zwischenseminar für alle Studierenden im Praxissemester fand kürzlich virtuell statt. Dank des Online-Formats kamen die Teilnehmenden nicht nur von der norddeutschen Küste: Sie berichteten auch von ihren Praktikumsunternehmen in Spanien, Luxemburg, Rotterdam und aus dem Kosovo. Die Studierenden bearbeiten dort Projekte zum Beispiel bei der Planung des Containerumschlags, bei verschiedenen Auslandsgesellschaften von Bosch oder Automobilherstellern. Auch Beratungsdienstleistungen für Reedereien und Häfen sowie die Betreuung von Schwergutverschiffungen bei einem spezialisierten Maklerunternehmen, das ein Absolvent des Fachbereichs gegründet hatte, waren Themen, mit denen sich die Studierenden beschäftigen.

„Über die engagierten Vorträge, die anspruchsvollen Praktikumstätigkeiten und das positive Feedback zu den Lehrveranstaltungen des Fachbereichs Seefahrt und Logistik habe ich mich sehr gefreut.“

Praktikumsbeauftragter Prof. Dr. Klaus Harald Holocher

Eindrücke von Praktikumsplätzen (Fotos: Prof. Dr. Klaus Harald Holocher)

Aus dem Fenster der Reederei BREB in Cuxhaven sieht man große Containerschiffe vorbeifahren.
Aus dem Fenster der Reederei BREB in Cuxhaven sieht man große Containerschiffe vorbeifahren.
Bei Rostock Port gelagerte Rotorblätter für Windenergieanlagen.
Bei Rostock Port gelagerte Rotorblätter für Windenergieanlagen.
BLG-Autoterminal in Bremerhaven: Umschlag von schwerer rollender Ladung
BLG-Autoterminal in Bremerhaven: Umschlag von schwerer rollender Ladung

Bei der Ferrero-Gruppe in Luxemburg beschäftigte sich eine Praktikantin mit Controlling-Aufgaben im Bereich Supply-Chain-Management, wo Transport- und Lagerdienstleistungen eingekauft wurden. Dank der IT-Ausbildung am Fachbereich konnte sie sich schnell in die bei Ferrero eingesetzten Tools wie Microsoft Power BI und SAP Business Workplace einarbeiten.

Ein am Fachbereich studierender Offizier der Bundeswehr berichtete von seinem Praktikum bei einer Logistik-Dienststelle der NATO, für die er im Kosovo eingesetzt war. Dort betreute er afghanische Ortskräfte, die für NATO-Dienststellen gearbeitet hatten. Sie waren aus Kabul ausgeflogen worden und wurden temporär im Kosovo untergebracht und verpflegt, bevor sie in aufnahmewillige Länder weiterreisen konnten.

Die Logistik von Medizinprodukten gewinnt gerade in Pandemiezeiten an Bedeutung. Praktikanten kümmerten sich in diesem Bereich um Transport- und Lagerung gekühlter Medikamente oder um den Eingang und die Verteilung von Medizinprodukten in einem großen Klinikum. Hier waren zahlreiche Dokumentations-, Hygiene- und Sicherheitsvorschriften zu beachten und zu kontrollieren.

Mehrere Praktikanten pro Jahr gehen zu Bosch in Hallein – der Standort nach Salzburg hat ein hohes Freizeitpotential.
Mehrere Praktikanten pro Jahr gehen zu Bosch in Hallein – der Standort nach Salzburg hat ein hohes Freizeitpotential.

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Hervorragende Unterstützung durch die Unternehmen

Auch zu Zeiten von COVID 19 gibt es weiterhin ausreichend Praktikumsplätze im In- und Ausland. Einige Praktikanten waren allerdings nur kurz im Unternehmen, um dort IT- und Kommunikationsgeräte in Empfang zu nehmen und dann vom Homeoffice aus zu arbeiten.

„Lockere „Onboarding“-Veranstaltungen, ein intensiver Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen und tägliche Videokonferenzen sind in diesem Fall die Regel“,

sagt der Praktikumsbeauftragte, der die hervorragende Unterstützung der Studierenden durch die Praktikumsunternehmen lobt.

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