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Nachhaltigkeit an der Jade Hochschule

Koordinatorin Berit Müller im Gespräch

Der Nachhaltigkeitsgedanke hat verschiedene Aspekte – sei es alle Ressourcen nur in einem Ausmaß zu konsumieren, das die Regeneration der Natur erlaubt (ökologische Dimension), sich wirtschaftlich so zu verhalten, dass kommenden Generationen kein Schaden entsteht (ökonomische Dimension) oder Spannungen und Konflikte friedlich auszutragen (soziale Dimension). Wie die Jade Hochschule sich konkret für mehr Nachhaltigkeit einsetzt, verrät Koordinatorin Berit Müller im Gespräch mit der Jade Welt (JW).

Die AG Nachhaltigkeit der Jade Hochschule hat schon viele Projekte geplant und umgesetzt – unter anderem eine Blumenwiese am Campus Wilhelmshaven. (Foto: Jade HS)
Die AG Nachhaltigkeit der Jade Hochschule hat schon viele Projekte geplant und umgesetzt – unter anderem eine Blumenwiese am Campus Wilhelmshaven. (Foto: Jade HS)

JW: Liebe Frau Müller, in welchen Bereichen an der Jade Hochschule spielt Nachhaltigkeit eine Rolle?

Müller: Nachhaltigkeit spielt überall eine Rolle. So stehen unter anderem der Personalrat und die Gleichstellungsstelle für den sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit. Für die ökologischen Aspekte arbeiten wir größtenteils mit dem Gebäudemanagement zusammen, zum Beispiel bei der Erstellung von Energiemanagementsystemen oder der Installation von Photovoltaikanlagen. Ökonomischen Einfluss kann die Hochschule durch die Ausbildung der Studierenden und durch Forschungsarbeit nehmen. Auch die Verwaltung und die IT haben großen Einfluss auf Faktoren der Nachhaltigkeit.

JW: Sie vertreten die Hochschule in diversen Netzwerken zur Nachhaltigkeit. Welche Themen werden dort aktuell diskutiert?

Müller: Ein übergeordnetes Thema und immer aktuell sind die bisherigen Landesgesetzte, die uns nicht den Handlungsspielraum geben, der notwendig ist, um unseren Anteil an den Klimazielen zu erfüllen. Somit steht das Netzwerk HochNiNa im stetigen Austausch mit dem Umweltministerium des Landes, um Projekte zur Zielerreichung zu erarbeiten. Außerdem tauschen wir uns in diesem Netzwerk zum Stand der niedersächsischen Hochschulen aus, um voneinander zu profitieren und Synergien zu schaffen.
Weiterhin ist die Jade Hochschule einem bundesweiten Projekt der HIS zu „Energieeffizienz und Klimaschutz an HAW“ beigetreten. Ziel ist es, eine Vergleichbarkeit zwischen den Hochschulen in den unterschiedlichen Bundesländern herzustellen und letztendlich auch länderübergreifend Besserungen herbeizuführen.
Eine weitere Partnerschaft haben wir mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt Wittmund und einigen Partnern aus der Region speziell mit dem Studienort Wilhelmshaven, um uns gegenseitig über Aktionen, Zusammenarbeit und Möglichkeiten in unserer Region zu informieren. Aktuell werden von der Initiatoren Elisa Bodenstab die Wittmunder Energietage geplant, wo auch Vorträge zu Energiesparmaßnahmen gehalten werden. Hier werden noch Personen für Vorträge „Von Bürger zu Bürger“ gesucht. Ein entsprechender Hinweis findet sich auf unserer Webseite der AG Nachhaltigkeit beim Netzwerk „Stadt Wittmund“.
Auch sehr aktuell ist die Bewerbung der Stadt Wilhelmshaven zur „Fairtradetown“. Hier vertrete ich die Jade Hochschule in der Steuerungsgruppe. Der Zweck ist die Unterstützung der Stadt Wilhelmshaven, aber auch der Gedanke einen Schritt näher an die Idee einer „Fairtrade University“ heranzukommen.

JW: An der Jade Hochschule hat sich vor sechs Jahren die Arbeitsgemeinschaft (AG) Nachhaltigkeit etabliert. Welche Projekte wurden beispielsweise ins Leben gerufen und welche sind geplant? Wie kann man mitarbeiten?

Müller: Es wurden schon sehr viele Projekte geplant und umgesetzt, zum Beispiel die Photovoltaikanlage, eine Blumenwiese - angelegt von Hochschulangehörigen -, Diensträder an allen Studienorten, cambio CarSharing und die Webseite mit Tipps und Informationen.

In Absprache mit dem Präsidium ist nun die Einführung eines „Nachhaltigkeitsmanagementsystems“ geplant, mit dem wir Ende des Jahres starten wollen. An der AG kann jede und jeder Hochschulangehörige teilnehmen, was uns gerade aus dem Kreis der Studierenden sehr freuen würde. Aktuell sind auch alle Statusgruppen vertreten.

Weitere Informationen sind auch auf der Webseite Nachhaltigkeit zu finden und werden vom 22. bis 24. September auf einem Fairtrade Stand beim Tourismuscampus im Haupt- und Südgebäude am Campus Wilhelmshaven präsentiert.  

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