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Wie lokale Geschäftsideen helfen können, globale Probleme zu lösen

Studierende entwickeln Möglichkeiten, Rendite und positiven Impact zu vereinen

Die Studierenden entwickelten unter der Leitung von Prof. Dr. Anja Kleinke (hinten, 3.v.li.) konkrete Ideen, auf welchem Wege immobilienbezogene Maßnahmen neben einer finanziellen Rendite auch eine messbare positive soziale oder ökologische Wirkung erzielen können. (Foto: Jade HS)
Die Studierenden entwickelten unter der Leitung von Prof. Dr. Anja Kleinke (hinten, 3.v.li.) konkrete Ideen, auf welchem Wege immobilienbezogene Maßnahmen neben einer finanziellen Rendite auch eine messbare positive soziale oder ökologische Wirkung erzielen können. (Foto: Jade HS)

Dass kleine und lokale Geschäftsideen mithelfen können, globale Probleme zu lösen, haben die Master-Studierenden der Abteilung Bauwesen im Kurs „Wirkungsorientiertes Investieren“ („Impact Investing“) in der Immobilienwirtschaft erfahren. „Rendite und positiver Impact in der Immobilienwirtschaft stehen beim Impact Investing nicht im Widerspruch“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Anja Kleinke. Die positive soziale oder ökologische Wirkung einer Investition müsse beim Impact Investing objektiv messbar sein. Zur Orientierung wird hierfür unter anderem die 2030-Agenda der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen herangezogen. Auch in Verordnungen der EU wird Impact Investing genannt.

„Das ganze Spektrum des Immobilienlebenszyklus eignet sich, um hier Geschäftsideen zu untersuchen, die Rendite und positiven Impact verbinden“,

so die Professorin, die den Kurs seit 2020 für Masterstudierende anbietet.

Die Studierenden entwickelten gruppenweise konkrete Ideen, auf welchem Wege Immobilien und immobilienbezogene Maßnahmen neben einer finanziellen Rendite auch eine messbare positive soziale oder ökologische Wirkung erzielen können. In einem fiktiven Pitch wurden Gründungsideen ausgearbeitet. Die Ergebnisse variierten in diesem Sommersemester von PropTech-Lösungen, einem Radwegenetz über Wärmepumpen aus Flusswasser zu schwimmenden Ferienwohnungen im ehemaligen Braunkohlerevier. Auch Ideen zu nachhaltigen Wohnquartieren oder der Entsiegelung von Flächen erarbeiteten die Studierenden.

„Besonders spannend ist dabei, wie es mit vielen guten Ideen nun weitergeht“, sagt Kleinke. Möglicherweise könnten sich daraus mit den Unterstützungsangeboten der Jade Hochschule auch Start-ups entwickeln.

Das Thema wirkungsorientiertes Investieren in der Immobilienwirtschaft sieht die Professorin in Deutschland als Wachstumsmarkt. Sie möchte die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit und Forschung an der Jade Hochschule in diesem Bereich sowie den Austausch mit Praxispartnern künftig weiter ausbauen.

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