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Aktiv das Studienumfeld gestalten - Studierende wählen Vertreter_innen

Hochschulwahlen finden Ende November statt

(Foto: pexels)
(Foto: pexels)

Die Studierenden der Jade Hochschule können vom 29. November bis zum 7. Dezember online ihre Vertreter_innen im Senat, in den Fachbereichsräten, im Studierendenparlament und in den Fachschaftsräten wählen. Die Amtszeit dauert ein Jahr. Ab heute können bis zum 28. Oktober Wahlvorschläge per Mail oder Post bei der Wahlbeauftragten Berit Müller eingereicht werden.

Die Redaktion der Jade Welt (JW) fragt Student Jan Meier, warum er sich in der studentischen Selbstverwaltung engagiert und warum es in seinen Augen wichtig ist, sich an der Wahl zu beteiligen.

JW: Herr Meier, warum engagieren Sie sich im allgemeinen Studierendenausschuss?

Meier: Es war mir schon immer wichtig der Gesellschaft, in der ich mich bewege, auch etwas zurückzugeben. Im AStA gibt es die Möglichkeit sich unkompliziert einzubringen, aber auch die Verantwortung die Interessen der gesamten Studierendenschaft im Auge zu behalten.

JW: Was haben Sie von dem Engagement?

Meier: Einzigartige Einblicke und die Möglichkeit aktiv das Studienumfeld zu gestalten. Die Chance wertvolle Erfahrungen zu sammeln und "Politik im Kleinen" zu erleben kann für das weitere Leben nur hilfreich sein.  

JW: Was muss man mitbringen, wenn man sich in den in den Hochschulgremien engagieren möchte?

Meier: Den Willen etwas zu bewirken und dazu mit anderen Personen zusammenzuarbeiten. Ebenfalls wichtig ist die Akzeptanz demokratischer Prinzipien und die Akzeptanz von Rahmenbedingungen. 

JW: Wo kann man sich informieren, wenn man darüber nachdenkt, sich für die Wahl in ein Hochschulgremium aufzustellen?

Meier: Auf der Website der Hochschule gibt es den Bereich der Studentischen Selbstverwaltung, dort werden die meisten Gremien vorgestellt. Außerdem gibt es auch einen eigenen Bereich für die Hochschulwahlen, wo im Zeitfenster möglicher Kandidaturen alle Schritte erklärt werden. Außerdem besteht natürlich immer die Möglichkeit im AStA vorbeizukommen und sich dort über die anderen Gremien zu informieren.

Jan Meier (Foto: privat)
Jan Meier (Foto: privat)

Alle Informationen zu den Hochschulwahlen sind auf der Webseite zu finden.

JW: Bei der vergangenen Wahl war die Wahlbeteiligung sehr niedrig. Warum ist es so wichtig für die Studierenden, sich an der Wahl zu beteiligen?

Meier: Eine repräsentative Demokratie funktioniert nur dann, wenn die gewählten Vertreter auch tatsächlich die Mehrheit vertreten. Sollte sich eine Gruppe mit einem Nischeninteresse bilden und es schaffen alle zur Wahl zu bewegen, mit dem Versprechen dieses Interesse zu vertreten, kann dieses auch umgesetzt werden. Selbst dann, wenn nur 10 Prozent davon profitieren und 90 Prozent einen klaren Nachteil haben - sofern die 90 Prozent nicht zur Wahl gehen, werden die Interessen möglicherweise nicht entsprechend berücksichtigt.

Gremien

Senat

Der Senat ist unter anderem zuständig für die Beschlussfassung von Ordnung und Grundordnung der Hochschule, die Entscheidungen über den Entwicklungsplan, sowie den Gleichstellungsplan und die Stellungnahme zu allen Selbstverwaltungsangelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung, insbesondere zur Errichtung, Änderung und Aufhebung von Fakultäten sowie zur Einführung, wesentlichen Änderung und Schließung von Studiengängen. Zudem nimmt der Senat Stellung zu dem Wirtschaftsplan und vor Abschluss einer Zielvereinbarung. Das Gremium setzt sich aus zehn Hochschullehrer_innen, drei Studierenden, drei wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen und drei Mitarbeiter_innen aus Technik und Verwaltung (MTV) zusammen.

Fachbereichsrat

Die Fachbereichsräte sind unter anderem zuständig für die Beschlussfassung über Ordnungen des Fachbereichs (insbesondere Prüfungsordnungen), die Wahl der Prüfungskommission und Vorschläge an das Ministerium für die Berufung von Professor_innen. Zudem nehmen die Mitglieder Stellung zur Einführung, wesentlichen Änderungen und Schließungen von Studiengängen gegenüber dem Präsidium. Auch wählen die Fachbereichsräte die Dekan_innen und Studiendekan_innen. Die Fachbereichsräte setzen sich aus sieben Hochschullehrer_innen und jeweils zwei Vertreter_innen der anderen Statusgruppen (wissenschaftliche Mitarbeiter_innen, MTV, Studierende) zusammen.

Fachschaftsrat

Der Fachschaftsrat ist ein Organ der studentischen Selbstverwaltung und nicht zu verwechseln mit dem Fachbereichsrat, einem Organ der akademischen Selbstverwaltung. Die Mitglieder des Fachschaftsrates werden von den Studierenden eines Fachbereichs (die Fachschaft) jeweils für ein Studienjahr (SoSe/WiSe) direkt gewählt. Je angefangene 30 Studierende eines Fachbereichs ist ein Sitz im Fachschaftsrat zu besetzen. Der Fachschaftsrat verfügt über eigene Finanzmittel aus den Beiträgen der Studierendenschaft und hat insbesondere folgende Aufgaben: Beratung der Studierenden, Erarbeitung von Vorschlägen und Stellungnahmen zur Verbesserung der Studien- und Prüfungssituationen, Vertretung der Fachschaft gegenüber dem Dekanat und Organisation von kulturellen oder sportlichen Angeboten für die Fachschaft.

Studierendenparlament

Das Studierendenparlament (StuPa) ist das höchste beschlussfassende Organ der Studierendenschaft. Sieben Mitglieder des StuPa werden jeweils für ein Jahr (SoSe/WiSe) von den Studierenden der Hochschule direkt gewählt. Zusätzlich kann jeder Fachschaftsrat jeweils ein Mitglied in das StuPa entsenden. Das StuPa wiederum wählt die Mitglieder und Referent_innen des Studierendenausschusses, beauftragt den Allgemeinen Studierendenausschuss (AstA) und beschließt über die Ordnungen und den Haushalt der Studierendenschaft.

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