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Digitaler Zwilling des Oldenburger Campus erstellt

Gesamtmodell bereit für den Einsatz in Lehre und Forschung

Digitalisiertes Gesamtmodell (Quelle: IDoK)
Digitalisiertes Gesamtmodell (Quelle: IDoK)

Der Oldenburger Campus der Jade Hochschule ist jetzt komplett digital begehbar. Mitarbeiter_innen des Instituts für Datenbankorientiertes Konstruieren (IDoK) haben verschiedene digitale Bausteine aus den Fachbereichen auf einem Server gesammelt, bearbeitet und erweitert, sodass nun ein Gesamtmodell des Campus in einer einheitlichen Umgebung vorhanden ist. Der digitale Zwilling des Campus besteht aus vielen Teilmodellen der einzelnen Gebäude, der Topografie, der Vegetation. Integriert wurden unterschiedliche Formate wie zum Beispiel 3D Modelle, Gebäudeinformationen, Pläne und Punktwolken. „Das Modell wird nie fertig sein, sondern es entsteht und entwickelt sich aus den unterschiedlichen Projekten und Anwendungen immer weiter“, sagt Ben Gottkehaskamp, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IDoK. „Daher freuen wir uns über weitere Kooperationen und Ideen.“

Teilmodelle der Mixed Reality Cave (Quelle: IDok)
Teilmodelle der Mixed Reality Cave (Quelle: IDok)
Die Modelle können in Realtime mit Enscape aus Revit visualisiert werden und auch über die VR-Brillen aus dem Labor dargestellt werden. (Quelle: IDok)
Die Modelle können in Realtime mit Enscape aus Revit visualisiert werden und auch über die VR-Brillen aus dem Labor dargestellt werden. (Quelle: IDok)
Das Gesamtmodell besteht aus mehreren Teilmodellen. (Quelle: IDok)
Das Gesamtmodell besteht aus mehreren Teilmodellen. (Quelle: IDok)

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Das Campus-Modell soll für Demonstrationen, Visualisierungen oder unterschiedliche Testzwecke genutzt werden. So konnte mit Hilfe des Modells beispielsweise die „mixed Reality Cave“ am Labor für Digitales Engineering geplant und visualisiert oder bei der Online-Erstsemesterbegrüßung der Bauingenieure der Campus vorgestellt werden.

Auch in der Lehre kam das Modell bereits vielfach zum Einsatz: Bei einem digitalen dezentralen Planspiel lernten die Architektur-Bachelor-Studierenden die BIM Methode kennen. Die Master-Studierenden nutzten das Modell um ihre derzeitigen Projekt in der richtigen Umgebung zu verorten. Studierende des Fachbereichs Geoinformation nutzten das Modell für unterschiedliche Testzwecke, zum Beispiel um Gebäude sauber zu visualisieren, zu verorten oder Abläufe darzustellen. Im Studiengang Bauinformationstechnologie (BIT) wurden Integrationsprojekte durchgeführt und Softwareanwendungen anhand von Beispielen im Modell erklärt.

Zudem soll das Modell auch in der Forschung zum Einsatz kommen, zum Beispiel in dem Forschungsprojekt Wärme Wende Nordwest. Auch sollen Datensätze im Bereich des digitalen Bauens aus dem Projekt für den Aufbau von Fachinformationsdiensten (FID) genutzt werden.

Künftig könnte mit dem Modell auch Facility Management-System für die Organisation von Räumen, Inventar, Monitoring von Daten etc. für die Hochschule aufgebaut werden. Auch ein interaktives Navigationsmodell, in dem man sich frei bewegen kann und zum Beispiel Informationen über Vorlesungen oder Veranstaltungen online findet, wäre denkbar.

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