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Forschungsstrategie der Jade Hochschule beschlossen

Strukturelle und finanzielle Instrumente der Forschungsförderung weiter ausgebaut

Ihre Ziele in der Forschung hat die Jade Hochschule jetzt aktualisiert und festgelegt: Entstanden ist die Forschungsstrategie unter der Leitung des Vizepräsidenten Prof. Dr. Holger Saß in einem Prozess, an dem alle Fachbereiche beteiligt waren und der kontinuierlich fortgesetzt wird.

Nach einer Diskussion in der Kommission für Forschung, Wissens- und Technologietransfer wurde sie vom Senat empfohlen und vom Präsidium verabschiedet.

„Die in einem partizipativen Prozess aktualisierte Forschungsstrategie legt die Leitplanken für die kommenden Jahre fest. Ich bedanke mich für die engagierte Beteiligung an der Diskussion und sehe der Umsetzung mit Zuversicht entgegen.“


Prof. Dr. Holger Saß, Vizepräsident Forschung, Third Mission, Gleichstellung

Im Forschungsfeld Gesundheit untersuchen die Wissenschaftler_innen der Jade HS beispielsweise den Einfluss der Audio-Wiedergabe bei Probandenuntersuchungen. (Foto: Matthias Blau/Jade HS)
Im Forschungsfeld Gesundheit untersuchen die Wissenschaftler_innen der Jade HS beispielsweise den Einfluss der Audio-Wiedergabe bei Probandenuntersuchungen. (Foto: Matthias Blau/Jade HS)
Im Zukunftsfeld Energie erforschen Wissenschaftler derzeit die Möglichkeiten des Einsatzes von Wasserstoff als klimaneutrales Antriebsmittel von Motoren. (Foto: Jade HS)
Im Zukunftsfeld Energie erforschen Wissenschaftler derzeit die Möglichkeiten des Einsatzes von Wasserstoff als klimaneutrales Antriebsmittel von Motoren. (Foto: Jade HS)
Mit dem Forschungsschwerpunkt „Digitales Bauen und Informationstechnologie“ ist die Jade HS auch auf der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz vertreten. (Foto: Piet Meyer/Jade HS)
Mit dem Forschungsschwerpunkt „Digitales Bauen und Informationstechnologie“ ist die Jade HS auch auf der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz vertreten. (Foto: Piet Meyer/Jade HS)

In der Forschungsstrategie definierte Ziele

An der Jade Hochschule sollen unter anderem bestehende Forschungsschwerpunkte ausgebaut und neue Forschungsschwerpunkte aufgebaut werden. Wissenschaftler_innen sollen angeregt werden, zu gesellschaftlich besonders relevanten Themen fachbereichs- und studienortübergreifend zu forschen. Dies soll durch ein produktives Forschungsklima an der Hochschule und durch die Verbesserung der Forschungsbedingungen und forschungsfördernden Instrumente unterstützt werden. Als mittelfristiges Ziel strebt die Jade Hochschule das Promotionsrecht an.

Zudem möchte die Hochschule ihre Forschungsleistung unter anderem im Ranking innerhalb der niedersächsischen Hochschulen verbessern. Die Einnahmen aus Drittmittelprojekten sollen gesteigert werden, so wie auch die Anzahl der geförderten Drittmittelprojekte, der forschungsaktiven Wissenschaftler_innen sowie der wissenschaftlichen Publikationen.

Instrumente der Forschungsförderung

Um diese Ziele zu erreichen werden verschiedene interne strukturelle und finanzielle Instrumente der Forschungsförderung angewandt. So hält die Jade Hochschule unter anderem an allen drei Studienorten Personal für den Wissens- und Technologietransfer vor. Bei der Neuberufung von Professor_innen wird der Forschungsaffinität besondere Bedeutung beigemessen. Zudem betreibt die Hochschule ein eigenes kooperatives Promotionsprogramm sowohl um die Forschungsleistung zu verbessern, als auch um eine aktive Nachwuchsförderung zu betreiben.

Die Hochschule ist bestrebt, zielorientiert Forschungsstrukturen aufzubauen. Ziel ist es, die Serviceleistungen des Forschungsmanagements, der Dritt- und Sondermittelabteilung und der Hochschulbibliothek auszubauen, Räume und Labore für drittmittelaktive Arbeitsgruppen bereitzustellen und die Open-Access-Policy zu stärken, umzusetzen und dazu zu beraten.

Darüber hinaus installiert die Jade Hochschule derzeit ein Forschungsinformations- und Forschungsmanagementsystem. Die Realisierung eines Forschungsdatenmanagementsystems ist geplant. Die Hochschule unterstützt interdisziplinäre und anwendungsbezogene Forschung durch die Einrichtung aktiver In- und An-Institute sowie auch Forschungskooperationen und -verbünde mit Partner_innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden.

Neben den strukturellen Instrumenten werden auch finanzielle Instrumente angewandt. So berücksichtigt die Jade Hochschule in der internen Mittelverteilung die Ergebnisse der Forschungsleistung im Rahmen der Leistungsbezogenen Mittelzuweisung (LOM). Zudem können Wissenschaftler_innen Mittel und Lehrermäßigung für die Durchführung von in- und externen Forschungsprojekten erhalten. Auch werden die Forschungsleistungen von Professor_innen bei der W-Besoldung berücksichtigt.

Ergänzend zur internen Forschungsförderung ist die Hochschule bestrebt, externe Instrumente unterstützend einzusetzen.

Forschungsprofil

Die Jade Hochschule forscht anwendungsnah und in Kooperation mit regionalen Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung insbesondere in den sieben Zukunftsfeldern:

• Energie
• Gesundheit
• Information
• Maritime Wirtschaft und Technik
• Material, Gestaltung, Konstruktion, Produktion
• Mobilität und Handel
• Soziale Arbeit

Die Hochschule ist derzeit mit den Forschungsschwerpunkten „Technik für die Gesundheit“, „Maritime Technik und Küstenwirtschaft“ und „Digitales Bauen und Informationstechnologie“ auf der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz vertreten. Kennzeichen der drei Schwerpunkte an der Jade Hochschule sind das erfolgreiche Einwerben von Drittmitteln für die Forschungsarbeit, eine überdurchschnittliche Publikationsaktivität, hohes Engagement und interdisziplinäres Arbeiten.

Weitere drittmittelstarke Forschungsschwerpunkte lassen sich den Themen „Industrie und Logistik 4.0“, „Mensch und Gesellschaft“, „Innovative Energietechnologie“ und „Digitale Transformation“ zuordnen, die die Forschungsaktivitäten der Jade Hochschule abrunden.

Eine Übersicht der Forschungsprojekte sowie die Forschungsstrategie sind im Bereich Forschung auf der Hochschulwebseite zu finden.

So werden unter anderem Kooperationen mit externen Forschungspartnern durch Kooperationsverträge untermauert. Zudem wirkt die Hochschule bei Drittmittelgebern strategisch auf Forschungsprogramme insbesondere für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften hin.

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