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Jade HS entwickelt berufsbegleitende Weiterbildungsangebote in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften

Forschungsprojekt abgeschlossen

Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Frauke Koppelin (re.) soll dazu beitragen, dem Fachkräftemangel im Bereich der Pflege und den Gesundheitswissenschaften entgegenzuwirken. (Foto: Piet Meyer/Jade HS)
Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Frauke Koppelin (re.) soll dazu beitragen, dem Fachkräftemangel im Bereich der Pflege und den Gesundheitswissenschaften entgegenzuwirken. (Foto: Piet Meyer/Jade HS)

Die Jade Hochschule hat in einem aktuellen Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung berufsbegleitende Weiterbildungsangebote in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften entwickelt. „Aufgrund der anstehenden Herausforderungen des Gesundheitswesens und des bevorstehenden Fachkräftemangels fragen immer mehr Menschen nach Studien- und Weiterbildungsangeboten in diesem Bereich“, sagt Projektleiterin Prof. Dr. Frauke Koppelin der Abteilung Technik und Gesundheit für Menschen (TGM) der Jade Hochschule. Auch der zunehmenden Akademisierung der Gesundheitsfachberufe soll entsprochen und das gesundheitswissenschaftliche Profil der Hochschule weiter gestärkt werden.

Hierfür entwickelten die Wissenschaftler_innen der Jade Hochschule in den letzten sechs Jahren Weiterbildungsmodule im Blended Learning-Format - traditionelle Präsenzveranstaltungen verknüpft mit modernen Formen von E-Learning - und testeten sie in der Praxis. Um den Anforderungen an eine qualitativ hochwertige hochschulische Bildung gerecht zu werden, wurden die Module nach einheitlichen Kriterien gestaltet hinsichtlich des Lernziels, des didaktischen Konzepts und der Berechnung von Leistungspunkten. „Wir haben uns an den Wissensbeständen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer orientiert und die Kompetenzen fallorientiert und mit Blick auf die konkrete berufliche Handlungspraxis aus verschiedenen Perspektiven betrachtet“, sagt die Projektleiterin. Dementsprechend wurden die Module als „FIT-Module - Fertigkeiten individuell trainieren“ bezeichnet. Entstanden sind einführende Lerneinheiten beispielsweise zu Theorien oder Methoden, aber auch zu Evidenzbasierung und Gesundheitskommunikation. In der zweiten Förderphase wurden weitere Module für Beschäftigte in der Ergo- und Physiotherapie und Logopädie zu aktuellen Themen entwickelt und erprobt. Vor allem das Modul „Heilmittelerbringung bei älteren und dementiell erkrankten Personen“ stieß im Praxistest auf großes Interesse.

Module finden auch in bestehenden Studiengängen Anwendung

Alle erstellten Module werden auch in das bestehende Studienangebot an der Jade Hochschule einfließen, sei es im neuen Bachelor-Studiengang Logopädie oder im Master-Studiengang Public Health. Die Lerneinheiten können als Ausgangsbasis für ein Studium der Logopädie dienen oder dazu beitragen den Studiengang zeitlich und räumlich flexibler zu gestalten. Im Master-Studiengang Public Health können Interessierte mithilfe der Module einen Einstieg in die Public Health Themen bekommen und Wiedereinsteiger_innen können Wissenslücken schließen. Auch den unterschiedlichen Wissensständen der Berufstätigen aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitssektors kann mit den Modulen, die Basis-Wissen vermitteln, begegnet werden. „Wir werden die Module in das Angebot der Jade Hochschule aufnehmen und mittelfristig zertifiziert anbieten“, sagt Koppelin. Eine Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Weiterbildung der Jade Hochschule wird derzeit vorbereitet.

Das Forschungsprojekt

Das Projekt „Aufbau berufsbegleitender Studienangebote in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften (PuG)“ wurde mit einer Fördersumme von 927.395 Euro in den letzten sechs Jahren in der Förderlinie „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ vom Bundeministerium für Bildung und Forschung gefördert (Förderkennzeichen: 16OH22034).

Neben der Jade Hochschule waren auch die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie die Hochschule für Gesundheit Bochum an dem Verbundprojekt beteiligt. 

Bewerbungen für die Bachelor-Studiengänge Logopädie und Angewandte Pflegewissenschaft sowie für den Master-Studiengang Public Health sind noch bis zum 15. September möglich.

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