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Prof. Dr. Lutz Beckmann in den Ruhestand verabschiedet

„Wunderbar ist die Zusammenarbeit vieler Menschen, die mit Sorgfalt und Freude Aufgaben sehen, Sinnvolles erkennen und dem nachgehen“

Prof. Dr. Lutz Beckmann aus dem Fachbereich Architektur wurde zum Ende des Wintersemesters in den Ruhestand verabschiedet. Die Redaktion der Jade Welt (JW) fragt nach…
 

Prof. Dr. Lutz Beckmann (Foto: Foto- und Bilderwerk)
Prof. Dr. Lutz Beckmann (Foto: Foto- und Bilderwerk)

JW: Lieber Herr Beckmann, in welchen Bereichen waren Sie an unserer Hochschule tätig?

Beckmann: Ich bin seit 23 Jahren Professor für Baugeschichte und Entwerfen. Durch meine Arbeit als Architekt mit den Themen Mensch, Raum und Kontext bin ich es geworden; sie bewegen mich weiter. Als Dekan eines Architektur- und nun auch Urban Design-Fachbereichs - war ich 17 Jahre lang sehr gerne auf unterschiedlichste Weise damit beschäftigt, angemessene Lösungen für die sich aus diesen Themen ergebenden Fragen zu finden. 

JW: Was war Ihr persönliches Highlight an der Hochschule?

Beckmann: Berufen zu werden war sehr gut und richtig! An einer Hochschule wollte ich seit meinem Studium sein - mit engagierten Menschen, Verantwortung und viel Freude. Dadurch konnte ich, konnten wir über all die Jahre tolle Dinge ausprobieren, nachjustieren und immer weiter Ausschau halten.
Und Spaß machen sollte und soll es, beruflich wie familiär. 

JW: Was gefällt Ihnen besonders gut an der Jade Hochschule? 

Beckmann: Wunderbar ist die Zusammenarbeit vieler Menschen, die mit Sorgfalt und Freude Aufgaben sehen, Sinnvolles erkennen und dem nachgehen; Führung, die ermöglichend arbeitet und den vielfältig engagierten Akteurinnen und Akteuren den Rücken freihält. 
Das Stichwort Hochschule öffnet viele Türen. Es ermöglicht Begegnungen von Menschen, ohne dass durch vordergründige kommerzielle oder weltanschauliche Interessen Spielräume gleich eingeengt werden. Diese Freiheit lässt sich nutzen - für engagierte Lehre und Forschung, für die Herausbildung eigenständiger Persönlichkeiten.

JW: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Beckmann: Ich wünsche mir institutionell weniger Regulierungen, die auf Skepsis gegenüber den Handelnden aller Statusgruppen fußen. Zunehmend geforderte Rechtfertigungen des eigenen Tuns kosten Zeit und schwächen Personen und Hochschule, statt sie zu stärken.
Beispielhaft muss sich die Arbeit in Berufungskommissionen ändern. Das eigentliche Ziel, Fakultäten kreativ personell fortzuentwickeln, wird überschattet von Befangenheitsbefürchtungen, der Arbeit an Ausschlusskriterien und Regelknäueln. 
Personen wie Institution – wir brauchen mehr Freiheiten. Freiheit, in vieler Hinsicht positiv nutzbar, die wir als Gebende wie Nehmende allerdings auch aushalten müssen!

„Herzlichen Dank an Lutz Beckmann für das Engagement als Dekan des Fachbereichs Architektur und die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Erweiterten Präsidium.“

Hochschulpräsident Prof. Dr. Manfred Weisensee