Studierende produzieren zweite Ausgabe der Talkshow „Havenschnack“
Praxisprojekt des Masterstudiengangs Management digitaler Medien widmet sich dem Thema „Medien unter Druck“
Wilhelmshaven. Nach der Premiere im vergangenen Wintersemester geht die studentische Talkshow „Havenschnack“ an der Jade Hochschule in die zweite Runde. Im Praxisprojekt des Masterstudiengangs Management Digitaler Medien haben Studierende eine komplette Fernsehsendung konzipiert, redaktionell entwickelt und produziert. Im modernisierten Fernsehstudio am Campus Wilhelmshaven entstand unter studentischer Regie die Talkshow „Havenschnack“. Die neue Ausgabe steht unter dem Titel „Medien unter Druck“ und beschäftigt sich mit den Herausforderungen des modernen Journalismus und der Medienbranche.
Die rund 85-minütige Sendung verbindet Studiogespräche, Reportagen, Live-Schalten und Musik. Ziel des Projekts ist es, Studierenden möglichst realitätsnah die Arbeitsabläufe einer professionellen Fernsehproduktion zu vermitteln. Von der Themenentwicklung über Redaktion und Moderation bis hin zu Kamera, Regie und auch Postproduktion liegt alles in den Händen der Studierenden. Das Lehrprojekt wird von Dozentin Carola Schede betreut, die das Format mit ihrem Kurs im vergangenen Semester entwickelt hat.
Inhaltlich spannt die Sendung einen Bogen über aktuelle Entwicklungen in der Medienwelt. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Studiengangs „Medienwirtschaft und Journalismus“ sprechen Prof. Dr. Andrea Czepek und Studiengangsleitung Dr. Melanie Hellwig über die Entwicklung des Studienangebots und die Bedeutung einer praxisnahen Medienausbildung. Hellwig betont die Einzigartigkeit des Bachelor-Studiengangs, die es den Studierenden ermöglicht vielfache und unterschiedlichste Bereiche der Medienwelt schnuppern zu können. „An staatlichen Hochschulen gibt es das tatsächlich so nicht und wir kriegen es zurückgespiegelt, dass es relevant ist. Wir sind mit einem Studiengang, den es schon so lange gibt, noch ganz vorne mit dabei, was die Ausbildungsinhalte angeht.“
Ein besonderer Gast ist Dr. Christoph Rosenthal, Leiter Zentrale Aufgaben im ARD-Generalsekretariat. Er spricht über die Transformation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die Herausforderungen einer Medienlandschaft im digitalen Wandel. Im Gespräch mit den Moderatorinnen erläutert er, wie die ARD auf veränderte Mediennutzung reagiert, welche Rolle junge Zielgruppen dabei spielen und warum der Dialog mit angehenden Medienschaffenden für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk von großer Bedeutung ist. Passend dazu führte das studentische Redaktionsteam in einem anderen Kurs dieses Semester eine Exkursion nach Berlin durch und ergänzt das Studiogespräch mit einer Außenschalte aus der Hauptstadt.
Weitere Beiträge beschäftigen sich mit Herausforderungen im journalistischen Alltag: Studierende aus mehreren europäischen Ländern berichten über ihre Erfahrungen während der EU-Fact-Checking Week an der Jade Hochschule. Auch andere studentische Projekte stehen im Mittelpunkt: Medienwirtschaft und Journalismus-Studierende des fünften Semesters stellen ihr Projekt „TikTok Toxic“ vor und diskutieren Chancen und Risiken sozialer Medien für die Generation Z. Für musikalische Akzente sorgt die Wilhelmshavener Band „The Springs“, die die Sendung mit mehreren Live-Auftritten begleitet.
“Am schönsten war für mich, so verschiedene und interessante Menschen zu interviewen. Dadurch war jedes Gespräch auf seine eigene Art etwas ganz Besonderes.“
Studentin Tove Paulsen
Ausgestrahlt wird die Sendung beim Lokalsender oeins – am 13. Juli um 18 und 22 Uhr, am 14. Juli ebenfalls um 18 und 22 Uhr sowie am 19. Juli um 10 Uhr. Im Anschluss steht die Sendung auch auf der Plattform „WattmitMedien“ und dem YouTube-Account der Jade Hochschule zur Verfügung.
Die Jade Hochschule mit ihren drei Studienorten im Nordwesten Deutschlands sieht sich in der Verantwortung für die Entwicklung der Region, in der sie stark verwurzelt ist. Hier trifft ein breites und modernes Fächerangebot auf innovative Formen der Lehre. Die Forschungstätigkeiten der Jade Hochschule zeichnen sich durch einen hohen Praxisbezug aus, die in Kooperation mit Unternehmen, Verbänden und anderen Institutionen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden.