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Transforming the City

Wie Architekturstudierende sich die Zukunft der Stadt vorstellen

Die Ausstellung Transforming the City von Architekturstudierenden des zweiten Semesters fand im Core Oldenburg statt (Foto: Andreas Oevermann)
Die Ausstellung Transforming the City von Architekturstudierenden des zweiten Semesters fand im Core Oldenburg statt (Foto: Andreas Oevermann)

Vom 30. Juni bis 6. Juli fand im Core Oldenburg die Ausstellung Transforming the City statt. Die gezeigten Arbeiten dokumentierten, wie sich Architekturstudierende des 2. Semesters am Fachbereich Architektur der Jade Hochschule die Zukunft der Stadt vorstellen. Die Entwürfe entstanden im Rahmen eines für das erste Studienjahr entwickelten didaktischen Programms, das im 1. Semester anhand von einzelnen Übungen die grundlegende Phänomene der Architektur thematisiert: Komposition und Ordnung, Masse und Raum, Materialität und Konstruktion, Tragen und Lasten, Ornament und Bekleidung etc., und im 2. Semester zum ersten Mal den Entwurf eines Gebäudes zum Inhalt hat. Geleitet wurden die Kurse von Andreas Oevermann, Scott Pollock, Thomas Schreiber, Prof. Dr. Karsten Schubert.

Erfundene Modellstadt - Composite City

Der Kontext für die studentischen Projekte war eine erfundene Modellstadt - Composite City. Composite City ist eine Collage aus Teilen der Großstädte Amsterdam, Istanbul, Kopenhagen, London, Madrid, Paris und Prag. Die Quartiere dieser imaginären Stadt haben ganz unterschiedliche Merkmale: geschlossene Blockränder wechseln mit offener Bebauung, Kleinteiligkeit und Enge kontrastieren mit großzügiger Blockrandbebauung, enge Gassen treffen auf großstädtische Boulevards. Stadtplätze, Grünanlagen und Wasserzüge verbinden die Teile der Stadt und geben ihr zusammen mit topographischen Besonderheiten bei aller Vielfalt eine übergeordnete Struktur und Orientierbarkeit.

Individuelle Projektmodelle im Maßstab 1:100 (Foto: Andreas Oevermann)
Individuelle Projektmodelle im Maßstab 1:100 (Foto: Andreas Oevermann)
Stadtmodell der Composite City im Maßstab 1:200 (Foto: Andreas Oevermann)
Stadtmodell der Composite City im Maßstab 1:200 (Foto: Andreas Oevermann)

Die Studierenden suchten am Anfang des Sommersemesters nach sinnvollen Nutzungen für das eigene Entwurfsprojekt. Geleitet wurde diese Suche von Themen, die sich aus der Analyse der historischen, kulturellen und infrastrukturellen Besonderheiten des jeweiligen Stadtteils ergeben. Wie sehen zum Beispiel in Paris Ateliers für Newcomer der Modeszene aus. Braucht das theaterbegeisterte London eine neue Experimentalbühne für freie Theatergruppen oder das multireligiöse Istanbul ein Haus für unabhängigen Journalismus oder interkulturellen Austausch?

In der Ausstellung waren neben den in der Architekturdarstellung üblichen Plänen auch Modelle zu sehen: ein Stadtmodell der Composite City im Maßstab 1:200 und individuelle Projektmodelle im Maßstab 1:100.

Ein Beitrag von:

Caroline Fafflok
Caroline Fafflok

Fachbereich Architektur