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WLAN-Strukturen über das klassische Hochschulumfeld hinaus

Ortsunabhängiges und flexibles Studieren und Arbeiten an der Jade Hochschule

Studieren und arbeiten an Hochschulen findet schon lange nicht mehr ausschließlich auf dem Campus statt. Seit der Pandemie hat diese Entwicklung noch einen Schub erhalten. Um die technischen Voraussetzungen für ein ortsunabhängiges und flexibles Studieren und Arbeiten an den Hochschulen zu schaffen und die WLAN-Strukturen über das klassische Hochschulumfeld hinaus auszubauen, stellt das Land Niedersachsen im Projekt „Eduroam off Campus“ des Verbunds „Hochschule.digital Niedersachsen“ jetzt eine Förderung von 10 Millionen Euro bereit.

Das Projekt „Eduroam off Campus“ ist eine Weiterentwicklung der weltweiten Initiative „Eduroam“. Studierende und Mitarbeitende von Hochschuleinrichtungen sollen nicht nur in den Räumlichkeiten der Hochschulen auf Dienste und Infrastruktur für Forschung und Lehre zugreifen können, sondern auch in häufig genutzten Bereichen im öffentlichen Raum Zugang über das Hochschulnetzwerk erhalten. Hierzu gehören beispielsweise Studierendenwohnheime, öffentliche Plätze oder der öffentliche Nahverkehr.

Die WLAN-Strukturen sollen über den Campus hinaus ausgebaut werden - zum Beispiel auch in Studierendenwohnheimen, öffentlichen Plätzen oder im öffentlichen Nahverkehr. (Foto: pexels)
Die WLAN-Strukturen sollen über den Campus hinaus ausgebaut werden - zum Beispiel auch in Studierendenwohnheimen, öffentlichen Plätzen oder im öffentlichen Nahverkehr. (Foto: pexels)
Ulrich Hauptmann, Leiter des HRZ, hat den Antrag für die Jade Hochschule erarbeitet. (Foto: privat)
Ulrich Hauptmann, Leiter des HRZ, hat den Antrag für die Jade Hochschule erarbeitet. (Foto: privat)

Für die Jade Hochschule werden 430.000 Euro bereitgestellt. „Wir möchten eduroam an bestimmten Stellen verfügbar machen, die für unsere Studierenden hilfreich sind - zum Beispiel die Bushaltestelle direkt vorm Campus, Kulturstätten, die Studierende oft aufsuchen, wie Kinos, Theaters, Museen oder die Stadtverwaltung“, sagt Ulrich Hauptmann, Projektleiter und Leiter des Hochschulrechenzentrums (HRZ).

Hierfür müsse gemeinsam mit den Betreibern dieser Einrichtungen, zum Beispiel dem Studentenwerk Oldenburg, geplant werden. Zudem soll auch die Hardware wie Switches und WLAN Access-Points ausgebaut werden. Eine Messeinrichtung soll die bestehende WLAN Abdeckung und Störeinflüsse durch andere WLAN Netze aus der Umgebung anderer Betreiber bewertbar machen. Bereiche auf dem Campus, die bisher nicht berücksichtigt wurden, sollen mit WLAN erschlossen werden. Um den mit diesem Projekt zu erwartenden steigenden Datenmengen gerecht zu werden, müssen an einigen Stellen zudem die Versorgungsleitungen verbessert werden. Mit den Mitteln soll darüber hinaus eine Stelle finanziert werden, die das Projekt betreut und die Konzepte mit dem Hochschulrechenzentrum und anderen Stakeholdern bei den angedachten Lösungen abstimmt.

„Wir freuen uns, dass wir Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, die es uns ermöglicht unsere W-LAN Ausleuchtung zu verbessern. Durch die Möglichkeiten künftig auch Off Campus aktiv zu werden, erhöht sich zukünftig der Komfortgrad für unsere Studierenden erheblich und außerdem wird eine Stärkung der regionalen Attraktivität an den Studienorten insgesamt zu erwarten sein.“

Prof. Dr. Juliane Benra, Vizepräsidentin Internationales, Digitalisierung und Mediensysteme

Hintergrund

Das Infrastruktur-Projekt „Eduroam off Campus” wird mit Mitteln aus dem Sondervermögen für Digitalisierung des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung gefördert. Das Vorhaben wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Zusammenarbeit mit dem Verbund „Hochschule.digital Niedersachsen“ koordiniert.

„Eduroam“ ist eine international etablierte Kooperation, um Mitarbeitenden und Studierenden von Hochschulen weltweit einen WLAN-Zugang in über 100 Ländern anzubieten. Im Rahmen von „Eduroam“ öffnen die Hochschulen ihre eigenen WLAN-Netzwerke gegenseitig, um auch Mitgliedern von anderen Hochschulen diesen Zugang zu gewähren. Diese Zugänge sind in Abgrenzung zu öffentlichen Netzen durch die Zugangsdaten der berechtigten Nutzerinnen und Nutzer gesichert. Dies ist auch an den niedersächsischen Hochschulen gelebte Praxis.

Der Verbund „Hochschule.digital Niedersachsen“ ist eine gemeinsame Gründung der LandesHochschulKonferenz Niedersachsen, des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur sowie der VolkswagenStiftung, der alle niedersächsischen Hochschulen in staatlicher Verantwortung angehören. Im Kern der kooperativen Digitalisierungsstrategie geht es darum, digitale Technik noch breiter und professioneller in Studium und Lehre, Forschung sowie Verwaltung einzusetzen.

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