Nach wochenlangen Vorbereitungen begleitete das International Office Ende Februar eine Gruppe von neun Studierenden der Jade Hochschule nach Köln, um an der German Model United Nations (GerMUN) teilzunehmen. Es handelt sich um eine jährliche Konferenz, die ins Leben gerufen wurde, um Studierende auf andere weltweite UN-Konferenzen vorzubereiten, indem internationale Beziehungen und Diplomatie hautnah erlebt werden können.
Eine vielfältige Gruppe deutscher und internationaler Studierenden übernahm die Rolle von Länderbotschafter_innen aus aller Welt. An einem intensiven Wochenende stellten sie sich öffentlichen Reden, führten Verhandlungen, entwickelten gemeinsam Lösungen und stärkten ihre Fähigkeiten im kritischen Denken sowie in der Teamarbeit. Die Teilnehmenden brachten unterschiedliche fachliche Hintergründe mit, von den Wirtschaftswissenschaften bis hin zu den Ingenieurwissenschaften. Gerade diese interdisziplinäre Zusammensetzung eröffnete neue Perspektiven, etwa beim Thema Wasserzugang, und bereicherte die Erfahrung für alle Beteiligten spürbar.
„Konstruktive Reibung – so würde ich meine erste GerMUN beschreiben. Wir debattierten bis spät in die Nacht und arbeiteten uns von Arbeitspapieren bis hin zu Resolutionsentwürfen vor. Ich habe gelernt, dass eines der mächtigsten Wörter im Vokabular eines Diplomaten „Konsens“ ist.“
Mike Tsague, Student International Business Studies
Interessenvertretung des eigenen Landes
Die Studierenden schlüpften in die Rolle ihres jeweiligen Landes und setzten sich intensiv damit auseinander, wie dieses auf internationale Fragestellungen reagieren und sich innerhalb der Vereinten Nationen positionieren würde. Über mehrere Wochen hinweg erarbeiteten sie sich im Vorfeld der Konferenz fundiertes Wissen zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, um die Interessen „ihres“ Landes authentisch vertreten zu können. Auf dieser Basis verabschiedeten sie in Debatten Lösungsansätze zu zentralen globalen Herausforderungen, darunter der Zugang zu sauberem Wasser, humanitäre Hilfe sowie die Stärkung von Frauen und Mädchen.
„Die Teilnahme an der GerMUN-Konferenz in Köln war eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Als Vertreterin Ghanas in der Generalversammlung konnte ich an fruchtbaren Debatten über globale Themen wie das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen teilnehmen und dabei mit Studierenden unterschiedlichster Herkunft zusammenarbeiten. Ich bin besonders dankbar für unsere Mentoren Brett Sieberth und John Richter, deren Anleitung und Unterstützung uns auf jeden Schritt der Konferenz vorbereitet haben.“
Lucy Njoki Maina, Studentin International Business Studies