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Logopädie-Studium: Neue Möglichkeiten in der logopädischen Diagnostik und Therapie

„Wegen der guten Auswahl an Modulen, der Themenschwerpunkte und der Möglichkeit nebenbei zu arbeiten, habe ich mich für das Studium entschieden“

Bei der Infoveranstaltung bekamen Studieninteressierte auch einen Einblick in die Labore. (Fotos: Ralph Nolte-Holube/Jade HS)

Neue Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie von Menschen mit Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen stehen im Mittelpunkt des Studiengangs Logopädie an der Jade Hochschule. Nach Abschluss einer logopädischen Ausbildung können Studierende in vier Semestern ihren Bachelor-Abschluss erreichen und ihr Wissen neben den grundsätzlichen wissenschaftlich-methodischen Bereichen in zwei inhaltlichen Schwerpunkten besonders erweitern: „Aurale Rehabilitation“ und „Technikgestützte, digitale Diagnostik- und Therapieverfahren in der Logopädie“.

„Da wir einen Logopädie-spezifischen additiven Studiengang anbieten, können wir an der Jade Hochschule fachspezifisch tiefer einsteigen“,

sagt Prof. Dr. Tanja Grewe, die den Studiengang leitet.

Absolvent_innen des Studienganges seien somit gut aufgestellt und hätten nach Abschluss des Studiums erweiterte Berufs- und Tätigkeitsfelder - sei es in Firmen und Forschungseinrichtungen an der Schnittstelle von Technik und Therapie, wo sie im Rahmen der Technikentwicklung aktiv werden können, in CI-Zentren und Facheinrichtungen mit Förderschwerpunkt Hören, in logopädischen Praxen bzw. Rehabilitationszentren oder im Rahmen der Akademisierung der Therapieberufe und eigener Forschungstätigkeit.

Die Vorteile des Studiengangs sieht auch Marjan Rip, Logopädie-Studentin im 6. Semester. „Wegen der guten Auswahl an Modulen, der Themenschwerpunkte und der Möglichkeit neben dem Studium als Logopädin arbeiten zu können, habe ich mich für das Studium an der Jade Hochschule entschieden“, sagt die Studentin. „Außerdem hatte ich nach dem Abschluss der Ausbildung noch weiterhin Lust zu lernen.“

Besonders gut gefällt ihr die 13,5-wöchige Praxisphase, die sie derzeit beim Gemeinsamen Bundesausschuss in Berlin absolviert. „So kann ich die Möglichkeit nutzen neue Tätigkeitsfelder zu entdecken und auszuprobieren.“

Anwendungsbezogenes Wissen

„Unseren Studierenden möchten wir einen Einblick in anwendungsbezogene Projekte geben, so dass sie den Weg von der Idee über die Entwicklung bis hin zur Evidenzbasierung neuer Verfahren miterleben und aktuellen Methoden auch nach dem Studium mit einer großen Neugierde und Offenheit begegnen“, sagt die Studiengangsleiterin Prof. Dr. Tanja Grewe. 

Neben der Vermittlung anwendungsbezogenen Wissens möchte die Professorin, die unter anderem die Wirksamkeit von Sprachtherapie bei Menschen mit Aphasie (Sprachstörung) nach einem Schlaganfall erforscht, auch ihre Begeisterung für forschungsbezogene Aspekte der Logopädie teilen. 
 

Infoveranstaltungen online und in Präsenz

Vergangene Woche hat die Jade Hochschule zwei Infoveranstaltungen zum Studiengang Logopädie angeboten:

Am 14. Februar war der Abschlussjahrgang der Oldenburger Berufsfachschule mit 19 Schüler_innen und zwei Lehrlogopädinnen zu Besuch. Die Veranstaltung konnte nach Abstimmung mit dem Hygienebeauftragten und dem Dekan in Präsenz stattfinden. Unter anderem wurden Laborführungen in vier kleinen Gruppen angeboten und eine Runde mit Studierenden und Schüler_innen - ohne die Lehrenden, damit ein direkter Austausch zur Studierbarkeit und zur begleitenden beruflichen Tätigkeit möglich war.

Zudem hat die Abteilung am 15. Februar online eine Infoveranstaltung für andere Berufsfachschulen angeboten. Inhalt waren neben der Vorstellung des Studiengangs und der Lehrenden eine Austauschrunde mit einer Logopädie-Studentin und ein Einblick in zwei Logopädie-Module. Besonderen Anklang fanden auch die beiden Fachvorträge zur „Wirkungsforschung – Aktuelles aus der Aphasietherapieforschung“ von Prof. Dr. Tanja Grewe und zum Thema „Aurale Rehabilitation – Teilbereiche, Ansätze und Handlungsfelder für die Logopädie“ von Dr. Sybille Seybold.

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