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Pflegefachkräften eine Perspektive bieten

Neuberufung: Prof. Dr. Ines Aumann-Suslin im Gespräch

Dr. Ines Aumann-Suslin wurde an die Jade Hochschule berufen. Als Professorin für Pflege- und Gesundheitsmanagement lehrt und forscht sie künftig am Fachbereich Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie (BGG) am Campus Oldenburg.
Die Redaktion der Jade Welt (JW) fragt nach…

JW: Liebe Frau Aumann-Suslin, was hat Sie zum Wechsel an die Jade Hochschule bewogen?

Aumann-Suslin: Für die Jade Hochschule habe ich mich aus zwei Gründen entschieden. Zum einen aus privaten Gründen. In den vergangenen 14 Jahren habe ich in Hannover gelebt, studiert und meine beruflichen Erfahrungen sammeln können. Da aber die familiären Wurzeln in dieser Region liegen, haben wir nach der Geburt meiner Tochter entschieden, wieder in die Nähe der Heimat zurückzukehren. Der zweite Grund ist aber noch wesentlicher. Die Jade Hochschule befindet sich derzeit im Aufbau eines neuen Schwerpunktes im Bereich der Gesundheit, insbesondere in den Gesundheitsfachberufen. Hieran reizt mich, das ich bei der Neu- und Weiterentwicklung der Studiengänge mitwirken kann. Im Rahmen meiner beruflichen Erfahrungen war der Fachkräftemangel insbesondere in den Pflegeberufen allgegenwärtig. Daher freut es mich jetzt besonders, dass ich mit dieser Professur den Pflegefachkräften in Deutschland eine Perspektive bieten kann und somit hoffentlich den Beruf attraktiver zu machen. 

Prof. Dr. Ines Aumann-Suslin (Foto www.hansundjung.com)
Prof. Dr. Ines Aumann-Suslin (Foto www.hansundjung.com)

JW: Mit welchen Erwartungen und Vorstellungen treten Sie die Professur an?

Aumann-Suslin: Kaum ein Bereich ist von so vielen Veränderungen geprägt, wie das Gesundheitswesen. Überregulierung, Finanzierungsprobleme, Fachkräftemangel, Digitalisierung etc. führen dazu, dass in Zukunft die Herausforderungen zunehmen. Dabei ist es mir ein großes Anliegen den Nutzen der Interdisziplinarität im Gesundheitswesen in den Vordergrund zu stellen. Daher freue ich mich auch besonders auf die Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team. 
 

JW: Welche Schwerpunkte möchten Sie in Lehre und Forschung setzen?

Aumann-Suslin: Der Studiengang Angewandte Pflegewissenschaft an der Jade Hochschule hat vor allem einen Schwerpunkt im Bereich der Digitalisierung. Mir ist es wichtig in der Lehre aufzuzeigen, welche Chancen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung stehen. Ich denke es ist sehr wichtig die digitale Kompetenz bei den handelnden Personen im Gesundheitswesen zu formen und zu stärken, denn die Digitalisierung wird ein treibender Motor sein, um die Überregulierung und den Fachkräftemangel innerhalb des ökonomischen Spannungsfeldes im Gesundheitswesen bewerkstelligen zu können. Diesem Schwerpunkt möchte ich mich ebenfalls gerne im Rahmen meiner Forschung widmen.

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